Prognose

12. Juni 2017 14:28; Akt: 12.06.2017 14:34 Print

In elf Jahren schreibt eine Maschine einen Hit-​​Song

Computer komponieren in Zukunft Musik. In 45 Jahren wird künstliche Intelligenz sogar in allem besser sein als wir, sagen Forscher.

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Wann wird künstliche Intelligenz schlauer sein als wir? Dieser Frage sind Forscher der Universitäten Yale und Oxford in einer Studie nachgegangen. Befragt wurden Experten, die sich mit der Materie auseinandersetzen. Die Ergebnisse wurden Ende Mai publiziert.

Demnach habe künstliche Intelligenz das Potenzial, ganze Branchen umzukrempeln: Verkehr, Gesundheit, Finanzen, Militär, ja selbst die Wissenschaft sei davon betroffen, so die Forscher. Deshalb sei es wichtig, jetzt zu erahnen, wie schnell dieser Fortschritt komme.

Wir verlieren – nicht nur bei «Angry Birds»

Die Experten gehen davon aus, dass künstliche Intelligenz in den nächsten zehn Jahren in der Lage sein wird, Sprache zuverlässig zu übersetzen. Bereits in drei Jahren soll KI so schlau sein, dass sie uns beim Handyspiel «Angry Birds» schlägt. 2026 sollen Computer einfache Aufsätze schreiben können, ein Jahr später LKWs steuern.

In elf Jahren sollen Maschinen Pop-Songs generieren, die für Fans so tönen, als hätte sie der echte Künstler aufgenommen. Als ein Beispiel führen die Experten hier Taylor Swift an. Schon in sechs Jahren sollen Roboter in der Lage sein, Wäsche zu falten. 2049 werden Maschinen laut Experten erstmals ein Buch schreiben, das in der «New York Times»-Bestseller-Liste landet.

Kritik an künstlicher Intelligenz

Zudem bestehe eine 50-prozentige Chance, dass Maschinen mit künstlicher Intelligenz in 45 Jahren in allen Aufgaben besser sein werden als Menschen. In 120 Jahren sollen Computer in der Lage sein, alle Jobs auszuführen. Die komplette Studie zum Nachlesen gibt es hier als PDF.

Einige Experten, so etwa der Futurist und Director of Engineering bei Google, Ray Kurzweil, geht davon aus, dass in etwas mehr als zehn Jahren künstliche Intelligenz die intellektuelle Leistungsfähigkeit der Menschen übertreffen wird.

Künstliche Intelligenz hat eine Reihe prominenter Kritiker, etwa Stephen Hawking oder Tesla-Chef Elon Musk. Letzterer arbeitet derzeit an Neuralink. Einer direkten Schnittstelle zwischen Hirn und Computer. Nur so habe der Mensch die Chance, relevant zu bleiben, so Musk.

(L'essentiel/tob)

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