Aktion

04. Juni 2020 16:07; Akt: 04.06.2020 16:08 Print

Darum kündigt Netflix Hunderttausende Abos

Der Streaming-Anbieter Netflix geht gegen Account-Leichen vor. Nutzer, die schon länger nichts mehr geschaut haben, fliegen raus.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Heutzutage hat man Abos für alles Mögliche. Jeden Monat werden dafür Gebühren fällig. Die tieferen Beträge können auf der Abrechnung der eigenen Kreditkarte schnell einmal untergehen. Genau hier will der Streaming-Anbieter Netflix den Kunden entgegenkommen.

Wer nämlich ein Abo bezahlt, aber sich schon länger nicht mehr beim Dienst angemeldet hat, soll nicht mehr unnötig bezahlen müssen. «Das Letzte, was wir wollen, ist, dass die Menschen für etwas bezahlen, das sie gar nicht benutzen», erklärt Eddy Wu von Netflix in einem Blog-Eintrag.

Limiten für Nutzer

Wer länger als zwei Jahre nichts mehr geschaut hat, wird ab sofort gebeten, zu bestätigen, dass er das Abo bei Netflix behalten will. Das Gleiche gilt für neue Kunden, die seit der Registrierung seit mindestens einem Jahr nicht aktiv waren. Betroffene Kunden werden per Mail und App-Benachrichtigungen informiert. Wenn sie darauf nicht reagieren, werden ihre Abos automatisch gekündigt.

Dieser ungewöhnliche Schritt verdeutlicht, wie viel Vertrauen Netflix in seinen Kundenstamm hat. Andere Unternehmen seien sonst gern bereit, Beträge von Kreditkarten ihrer Mitglieder abzuheben, solange sie können, kommentiert das Tech-Portal Techcrunch.com die Ankündigung.

Hunderttausende betroffen

Inaktiven Konten würden weniger als ein halbes Prozent des gesamten Mitgliederstamms ausmachen, erklärt Wu. Ende 2019 hatte Netflix weltweit knapp 170 Millionen zahlende Nutzer. Konkret heißt 0,5 Prozent also, dass ein paar Hunderttausend inaktive Konten existieren. Man hoffe, dass diese neue Regelung den Nutzern hilft, Geld zu sparen.

Falls sich jemand der Betroffenen zu einem späteren Zeitpunkt entscheidet, wieder beizutreten, für den sorgt Netflix ebenfalls vor: Wer dies innerhalb von zehn Monaten tut, kann dort weitermachen, wo er aufgehört hat. Kontodetails wie etwa die Favoriten, verschiedene Profile oder auch die Anzeigeeinstellungen bleiben in diesem Zeitraum erhalten.

(L'essentiel/Tobias Bolzern)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.