Steckdosen-Frage

21. April 2019 15:40; Akt: 21.04.2019 17:47 Print

Das passiert, wenn das Ladekabel am Strom bleibt

Viele von uns lassen das Ladekabel einfach in der Steckdose, wenn das Handy aufgeladen und abgesteckt ist. Doch ist das sinnvoll – oder gar gefährlich?

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Können mehr Strom verbrauchen, als man denkt: Ladekabel, die auch ohne Handy in der Steckdose bleiben.

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Es ist ja eigentlich praktisch; Man lässt das Ladegerät dauerhaft an einer Steckdose stecken und stöpselt das Smartphone einfach immer wieder an, wenn man es gerade laden will. Deswegen lassen viele Menschen das Ladegerät einfach am Strom hängen, etwa am Bett-Beistelltisch, im Heim-Büro oder bei sonstwo einer Steckdose, die gerade frei ist.

Das Handy muss schließlich sowieso meist täglich geladen werden und so entfällt die Suche nach dem Ladegerät. Doch manche behaupten, dass das Strom verbraucht und sogar gefährlich ist. Was steckt dahinter? Ein erster Hinweis darauf, dass etwas passiert, wenn das Ladegerät ohne Smartphone am Strom hängt ist, dass es fühlbar warm wird.

Steigen die Stromkosten?

Um aber zu verstehen, was genau passiert, muss man erst einmal verstehen, was ein Ladegerät genau ist. In dessen Innerem gibt es einen Transformator. Dieser wandelt Strom aus der Steckdose so um, dass er das gekoppelte Smartphone nicht beschädigt. Der Transformator sorgt dabei für «Leerlaufstrom», was bedeutet, dass immer eine geringe Strommenge fließt – egal ob ein Smartphone angehängt ist oder nicht.

Das Ladekabel verbraucht also schon einmal Strom, wenn es ständig an der Steckdose hängt. Ein Kostenfaktor? Ja. Ältere Ladegeräte sorgten für zusätzliche Stromkosten von rund zwölf Euro pro Jahr. Neuere Technik ist aber moderner. Zwar gibt es noch immer Modelle mit einem ähnlich hohen Verbrauch, bei vielen Geräten kostet der Dauerleerlauf aber nur mehr rund ein Euro pro Jahr.

Standby-Stromfresser im Haushalt

Doch auch das kann sich letztlich summieren: Hängen mehrere Ladegeräte in einem Haushalt im Leerlauf, steigen sich die Kosten. Übrigens: In jeder Wohnung und in jedem Haus gibt es auch andere, viel stärkere Stromfresser im Leerlauf. Und die fallen dann so richtig heftig aus. Eine Mikrowelle etwa macht rund sechs Euro Zusatzkosten im Jahr aus, ein Router 18 Euro.

Richtig große Strom- und Kostenfresser sind Receiver (rund 23 Euro pro Jahr), Drucker, Monitore und PCs (ebenfalls je 23 Euro pro Jahr), LCD-Fernseher (32 Euro pro Jahr) und Stereoanlagen (35 Euro pro Jahr). Deshalb raten Profis dazu, sich abschaltbare Steckdosen zuzulegen, an denen diese Geräte gekoppelt werden. Dabei lässt sich richtig viel Geld sparen.

Und ist das Ganze gefährlich?

Doch zurück zu unserem Ladekabel: Neben den Kosten steht die Frage, ob ein ständiges Steckenlassen gefährlich sein kann. Dazu zurück zum Wärme-Effekt. Ist das Ladegerät im Leerlauf, kann der Strom nirgends hinfließen. Der Strom wird deshalb in Wärmeenergie verwandelt, das Ladegerät wird warm bis heiß. Zusätzlich kommt es auf die Qualität des Kabels an.

Bei schlecht isolierten Ladekabeln kann der Leerlaufstrom zu Kriechstrom werden. Das bedeutet, dass Strom an der Oberfläche des Isoliermaterials entlangfließen kann. Das betrifft nicht nur Billigteile von Drittanbietern: Auch Apple kämpfte in der Vergangenheit mit diesem Problem. Die Folge: Es kann kleine Stromstöße geben. Sind Kabel aber wasserabweisend oder speziell isoliert und nicht beschädigt, geht auch beim dauerhaften Betrieb keine Gefahr von ihnen aus. Billigteile können dagegen überhitzen und sogar zu brennen beginnen. Fazit: Besser das Kabel rausziehen, wenn es nicht gebraucht wird.

(L'essentiel/rfi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jetson am 22.04.2019 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wow kommt ihr aus der Steinzeit? Die modernen Ladegeräte werden nicht mehr warm wenn kein Gerät angeschlossen ist. das ist heute elektronisch und kein schwerer Trafo mehr.. das erkennt man schon am Gewicht..

  • Vincent am 22.04.2019 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Interresant zu wissen

  • Physiker am 23.04.2019 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Kompletter Bullshit, der Autor des artikels verfügt wohl nur über angelesene rudimentäre kenntnisse der Physik...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Physiker am 23.04.2019 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Kompletter Bullshit, der Autor des artikels verfügt wohl nur über angelesene rudimentäre kenntnisse der Physik...

  • Knouter am 23.04.2019 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ech huelen emmer de Kabel raus wann en net gebraucht get, sinn ech sou gewinnt. Hunn och Steckdousen di een ausschalten kann. Meng Microwell hun ech bis elo vergiess, dat kennt dann och nach drun. Just den Router, deen bleiwt un :)

    • Max Schmalling am 23.04.2019 13:23 Report Diesen Beitrag melden

      Deutsch als Fremdsprache gehabt, oder nur den Leistungskurs besucht?

    • Ceejay am 24.04.2019 19:30 Report Diesen Beitrag melden

      @MaxSchmeling : Mir sin hei zu Lëtzebuerg, net an Daitschland!

    einklappen einklappen
  • MartyMcFly am 22.04.2019 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist besser immer das Ladegerät vom 220V Netz zu trennen bevor die Verbindung mit dem zu ladenden Gerät getrennt wird. Denn auf der Schwachstromseite (zu ladendes Gerät) fliesst ein stärkerer Strom. Ein Abziehen des USB-Steckers vom Handy doch bei noch aktivem Stromkreis kann einen kleinen Funken erzeugen, insbesondere wenn das Handy noch nicht voll aufgeladen ist. Auf Dauer führen solche Funken zu Abbrand und Verschleiss an der Anschlussbuchse des Handys, Anschlussbuchse die ma im Gegensatz zum USB-Kabel nicht selbst austauschen kann.

  • jetson am 22.04.2019 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wow kommt ihr aus der Steinzeit? Die modernen Ladegeräte werden nicht mehr warm wenn kein Gerät angeschlossen ist. das ist heute elektronisch und kein schwerer Trafo mehr.. das erkennt man schon am Gewicht..

  • Vincent am 22.04.2019 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Interresant zu wissen