WWDC

05. Juni 2018 07:40; Akt: 05.06.2018 07:44 Print

Das sind die Highlights der Apple-​​Präsentation

Apple hat an seiner Entwicklerkonferenz WWDC eine ganze Reihe neuer Funktionen fürs iPhone, die Watch und den Mac gezeigt.

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Mehrere Tausende Programmierer aus 77 Ländern sind aktuell in San Jose. Dort findet diese Woche Apples Entwicklerkonferenz WWDC statt. An der Eröffnungsrede kündigte CEO Tim Cook neue Betriebssysteme für iPhone, iPad, Watch, Mac-Computer und den Apple TV an.

Das mobile Betriebssystem iOS 12 soll Geräte flotter machen. Apps sollen mit dem Update deutlich schneller laden und die Tastatur soll besser reagieren. Das wird vor allem die Besitzer von älteren Geräten freuen. Das Update wird auf allen Geräten verfügbar sein, auf denen iOS 11 läuft. Darunter ist zum Beispiel das iPhone 5S, das 2013 vorgestellt wurde.

Siri wird schlauer

Der virtuelle Assistent Siri erhält mit iOS 12 ein großes Update. So lernt Siri die täglichen Routinen der Nutzer. Mit der App Shortcuts können auch ganze Abläufe programmiert werden. Sagt man zum Beispiel: Siri, ich bin auf dem Weg nach Hause, so heizt der Assistent die Wohnung vor, schreibt ein SMS an den Partner mit der Ankunftszeit, startet die Navigation im Auto und auch gleich die Lieblings-Playlist.

Auch neu ist die App namens Screen Time. Diese listet in einem wöchentlichen Report auf, welche Apps man wie oft und wie lange nutzt. Mit der App können sich Nutzer Limits setzen. Hat man diese erreicht, wird man ausgesperrt – kann aber natürlich die freiwillige Limitierung auch umgehen. Diese neuen Funktionen sollen Nutzern helfen, ihre Zeit besser in den Griff zu bekommen, sagte Software-Chef Craig Federighi. Ähnliche Funktionen für Android hat auch Google bei seiner Entwicklerkonferenz I/O im Mai vorgestellt.

Die Animojis werden mit iOS 12 ebenfalls aufgemotzt: Zu den bestehenden Charakteren können neu ein Geist, ein Koala, ein Tiger oder ein T-Rex verschickt werden. Zudem erkennt das iPhone X nun wenn die Nutzer ihre Zunge heraus strecken. Außerdem können neu eigene Animojis, sogenannte Memojis gestaltet werden. Den Nutzern steht dazu eine riesige Auswahl an Frisuren und Hauttönen zur Verfügung.

Videoanruf mit 32 Teilnehmern

Facetime, Apples Videochat-App, kann neu auch in Gruppen genutzt werden. Maximal 32 Nutzer können gleichzeitig teilnehmen. Die einzelnen Köpfe werden als Kacheln dargestellt. Lustiges Detail: In Facetime können Filter und auch Animojis genutzt werden. So kann es schnell vorkommen, dass man plötzlich mit Geistern, Tigern und Dinosauriern telefoniert.

Watch als Walkie-Talkie

Mit watchOS 5 wird Apples Uhr noch mehr zum Fitnessbegleiter. So werden neu Workouts automatisch von der Uhr erkannt und das sowohl beim Start, wie auch beim Ende einer Session. Neu gibt es auch Trainings-Programme für Yoga und Wandern. Außerdem kann die Watch mit dem neuen System als Walkie-Talkie genutzt werden, um mit Freunden zu kommunizieren. Wer Siri am Handgelenk nutzt, muss nun nicht mehr andauernd «Hey Siri» sagen. Die Uhr erkennt automatisch, wenn man den Arm anhebt und eine Frage stellt.

Dark-Mode für macOS

Das neue macOS wurde auf den Namen Mojave getauft. Ein Highlight für viele Nutzer dürfte der lange erwartete Dark-Mode sein, welcher dem System eine dunkle Oberfläche verleiht. Diese Ankündigung erntete an der WWDC tosenden Applaus. Mit Mojave soll auch Schluss sein mit Chaos auf dem Desktop. Das neue System bündelt nämlich dort abgelegte Dateien auf Wunsch nach Dateityp oder dem Datum in sogenannte Stacks.

Auch erhalten Nutzer mit Mojave mehr Kontrolle über ihre Daten. Mit Mojave sagt Apple zudem Online-Trackern den Kampf an: So wird es für Datenfirmen schwieriger Geräte zu identifizieren, da den Websites nur noch eine minimale Konfiguration des Macs angezeigt wird. Bisher konnten Geräte anhand installierter Schriften oder Plug-ins relativ eindeutig identifiziert werden.

iOS-Apps auf dem Mac

Craig Federighi griff zum Schluss der Keynote auch eine Frage auf, die immer wieder auftauchte. Nämlich ob iOS und macOS in Zukunft miteinander verschmelzen. Die Antwort war eindeutig: Nein. Allerdings hat Apple im gleichen Atemzug angekündigt, dass iOS-Apps künftig auch auf dem Mac laufen werden.

Die Updates der Betriebssysteme Mojave und iOS 12 sind bisher nur für Entwickler erhältlich. Hardware hat Apple in San Jose nicht gezeigt.

(L'essentiel/tob)

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