Samsung Galaxy S9+

15. März 2018 09:44; Akt: 15.03.2018 09:49 Print

Die aktuell beste Handy-​​Kamera im großen Test

Star des Galaxy S9+ ist die neue Dualkamera. Wir haben das Topmodell von Samsung ausführlich getestet: Das sind die Tops und Flops.

Das neue Topmodell von Samsung beherrscht jetzt Superzeitlupe. Wie toll 960 Bilder pro Sekunde wirken, zeigt dieses Video. (Video: Stefan Wehrle)

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Geschwungenes Glas, Metallkanten und edle Verarbeitung: Das Galaxy S9+ sieht seinem Vorgänger optisch sehr ähnlich. Das Neue ist zwar etwas kürzer, dafür breiter und dicker. Um dies zu messen, bräuchte man jedoch ein unglaublich präzises Lineal.

Ein Meisterstück nannten wir das S8+ im Test vor einem Jahr. Das S9+ fällt in die gleiche Kategorie, da Samsung konsequente Produktpflege betrieben hat. Dennoch ist das Gerät nicht makellos.

Der Bildschirm

Das Display ist fabelhaft. Die Farben wirken echt, und schwarz ist wirklich schwarz. An der Sonne lesen? Kein Problem. Auch Filme mit hohem dynamischem Umfang auf dem Gerät zu schauen, macht Spaß. Das sehen auch die Experten von Displaymate.com so. Sie kürten das Handy jüngst zum neuen Bildschirmkönig – zu Recht.

Die Kamera

Die neue Dualkamera ist das Highlight des S9+ und gleichzeitig eine Premiere. Es ist das erste High-End-Smartphone mit einer variablen Blende. So gibt es bessere Bilder, auch wenn das Licht schlecht ist, und bei Porträtfotos wirkt der Hintergrund noch ein wenig verschwommener als bisher.

Viel Lob gibt es auch für den Autofokus, der immer noch blitzschnell ist. Neu ist zudem die Superzeitlupe. Damit lassen sich 0,2 Sekunden lange Clips mit 960 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Das manuelle Timing ist schwierig. Samsung hat das aber äußerst clever gelöst: So kann man im Sucher ein Rechteck zeichnen. Wird darin Bewegung registriert, startet die Aufnahme. Was damit möglich ist, zeigt obiges Video.

Hier ist die variable Blende beim Galaxy S9 zu sehen.

Das Design

Das Aussehen der S8-Serie war schon schön. Mit dem S9+ beweist Samsung, dass das Design auch ein Jahr später noch zeitlos wirkt. Denn das Gerät sieht praktisch gleich aus wie der Vorgänger – bis auf ein Detail. Die Kamera liegt vertikal über dem Fingerabdruck-Sensor. Das hat den Vorteil, dass man beim Entsperren nicht unabsichtlich die Linse verschmutzt. Es war wohl der größte Kritikpunkt beim S8. Es ist Samsung hoch anzurechnen, dass man auf die Kundenwünsche hört.

Der Kopfhöreranschluss

Wir schreiben das Jahr 2018 und das Galaxy S9+ hat noch immer einen regulären Kopfhöreranschluss. Grund genug, um Samsung hier ein Kränzchen zu winden. Bravo! Praktisch alle anderen Top-Smartphones haben keinen klassischen Kopfhöreranschluss mehr.

Der Akku

Der Akku des S9+ ist gleich groß wie der des Vorgängers. Selbst für Leute, die permanent am Screen hängen, reicht dies locker aus, um über den Tag zu kommen. An die Laufzeit der Konkurrenz, etwa dem Huawei Mate 10 Pro, kommt das Gerät aber nicht heran. Hier hätten wir uns gewünscht, dass es Samsung besser macht. Auch weil die lange Laufzeit beim Großteil der Nutzer ganz zuoberst auf der Wunschliste steht.

Was zu erwähnen ist: Je länger man das Gerät nutzt, desto besser steht es um den Akku. Per Software werden nämlich Apps eingeschränkt, die man lange nicht genutzt hat, die aber im Hintergrund Strom verbrauchen.

Die AR-Emojis

«Creepy!» «Meine Haare sind komisch.» «Ohje! Das Teil gleicht mir ja irgendwie, aber eben doch nicht wirklich.» «Es hat definitiv noch Potenzial nach oben.» So nur ein paar Rückmeldungen von Leuten, die AR-Emojis getestet haben. Es ist Samsungs Antwort auf Apples Animojis. Animationen ruckeln teilweise und wirken ungewollt komisch. Praktisch jedoch ist, dass man diese Emojis auf alle Geräte als GIF versenden kann.

Ryan Gosling im Büro

Mit S Voice konnten die ersten Samsung-Handys schon 2012 die Sprachbefehle der Nutzer verstehen. Bixby heißt der Nachfolger, der seit dem S8 installiert ist und sogar einen eigenen Knopf auf dem Gerät hat. Deutsch versteht der virtuelle Assistent aber leider immer noch nicht. Nicht nur darum scheint Bixby etwas halbgar.

Getestet wurde die Bilderkennung, das sogenannte Bixby Vision. Simple Objekte, wie eine Schere, wurden ohne Probleme erkannt. Statt einem Schokoriegel vermutete die App aber eine Zahnpaste, ein Bostitch wurde zum Lippenstift. Immerhin dient Bixby zur Unterhaltung: Ein Bürokollege wurde dank dem Assistenten zu Ryan Gosling.

Preis

Das S9+ ist toll, doch der Preis fürstlich. Das voll aufgemotzte S9+ mit 256 GB Speicher kostet 1149 Euro. Damit bewegt sich der Hersteller mit dem Trend. Apple verkauft das iPhone X (256 GB) für 1385 Euro.

(L'essentiel/tob)

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