Künstliche Intelligenz

20. August 2018 10:47; Akt: 20.08.2018 10:50 Print

Dieser Spiegel sagt dir, ob du attraktiv bist

Australische Forscher haben einen Spiegel entwickelt, der per Software Gesichter analysiert und das Alter sowie die Attraktivität von Personen erraten kann.

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Schon in der Popkultur gab es verschiedene Warnungen vor der großen Macht künstlicher Intelligenz. So etwa im Film «Minority Report», in dem eine Software künftige Verbrechen voraussagt und die Polizei diese so verhindert, bevor sie überhaupt begangen werden.

Um die Grenzen der Technologie in der wirklichen Welt auszuloten, haben Forscher der Universität von Melbourne in einem Projekt einen Spiegel entwickelt, der Angaben zur Persönlichkeit von Personen allein aufgrund eines Fotos erraten kann.

Gefährliche Berechnungen

Das System wird von den Forschern als biometrischer Spiegel bezeichnet. Wenn sich jemand davorstellt, werden innerhalb Sekunden verschiedene Charakteristiken von Gesichtern errechnet und mit einer Datenbank von Tausenden Bildern verglichen.

Neben dem Geschlecht, dem Alter oder der Ethnie kann die Software auch die Attraktivität oder die emotionale Stabilität erraten. «Es geht darum zu zeigen, dass es relativ schnell passieren kann, dass eine künstliche Intelligenz Menschen falsch beurteilt», so Niels Wouters von der University of Melbourne.

Beurteilt durch einen Algorithmus

In der Studie gehe es darum, auf dieses Problemfeld hinzuweisen und zu einer besseren Ethik im Bereich der künstlichen Intelligenz beizutragen. Dies sei gerade wegen des zunehmenden Trends zur Überwachung und der Verwendung von Datensammlungen ein immer wichtigeres Thema.

Denn auch ein Algorithmus könne so etwas wie Vorurteile haben. Und weil man im Alltag nicht gefragt werde, ob man mit dem Einsatz von solcher Software einverstanden sei, könne dies durchaus problematisch sein. Besonders wenn ein Computer entscheide, ob man etwa für eine Karriere oder einen Abschluss an einer Universität in Frage komme.

Wie der biometrische Spiegel funktioniert, sehen Sie im Video. (Video: University of Melbourne)

(L'essentiel/swe)

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