Wie Luke Skywalker

27. Mai 2018 16:00; Akt: 28.05.2018 15:05 Print

Electro-​​Beats mit dem Lichtschwert dirigieren

Lust auf einen Mix aus «Star Wars» und «Guitar Hero»? Mit «Beat Saber» werden Jungendträume wahr. Das PC-Game ist einer der ersten echten VR-Hits.

«Star Wars»-Feeling im VR-Raum: «Beat Saber». (Video: Hyperbolic)

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Geben wir es zu: So richtig ist Virtual Reality (VR) noch nicht in den Wohnzimmern der Durchschnitts-Gamer angekommen. Zwar hat Steven Spielbergs Kinohit «Ready Player One» den Buzz um das Zocken in virtuellen Welten kürzlich wieder etwas angeheizt. Aber so richtig ins Rollen gekommen ist die groß angekündigte VR-Revolution noch nicht.

Einer der Hauptgründe dafür ist das Fehlen von echten Hits. Zwar gibt es einige gute und erfolgreiche Spiele wie «Star Trek: Bridge Crew», «The Elder Scrolls V: Skyrim VR», «Doom VR» oder «Fallout 4 VR». Aber viele VR-Titel nutzen das Potential der Multidimensionalität noch viel zu wenig.

Dirigieren und Fechten

Das tut «Beat Saber» nahezu perfekt. Das Spiel ist nicht umsonst eines der derzeit am besten bewerteten auf der Vertriebsplattform Steam. Fast 99 Prozent aller User finden das Spiel einen Hit, und das ist durchaus nachvollziehbar. Als eine Art Mix aus «Guitar Hero» und «Star Wars» ist das Game nicht nur eines der originellsten im aktuellen Angebot. Es setzt die Möglichkeiten des virtuellen Raum auch sehr gekonnt ein und verbindet Nintendo-artigen Spielspaß mit dem räumlichen VR-Erlebnis aus «Avatar».

Man muss sich das Ganze ungefähr so vorstellen: Aus einem Hintergrund schweben Würfel direkt auf den Spieler zu. Die Würfel muss man passend zum Rhythmus der Beats mit den beiden Lichtschwertern (natürlich rot und blau) treffen. Bei weiß markierten Blöcken schwingt man das rechte, bei roten das linke Lichtschwert – fertig ist das Science-Fiction-Erlebnis zu tanzbaren Beats.

Fitness inbegriffen

Auch körperlich wird man gefordert. Bomben und roten Energiewänden muss man ausweichen, indem man sich nach rechts oder links bewegt oder sich unter den Hindernissen hinweg duckt. Manche Blöcke bewegen sich noch, bis sie kurz vor dem Schlag die endgültige Position erreichen. Oft muss man die Ausweichmanöver auch mit Schlagabfolgen kombinieren. Auf niedrigen Stufen ist das alles relativ einfach. Doch auf den höheren Levels kommt man ins Schwitzen. Ins Fitness muss man nach diesem Spiel nicht mehr.

Doch die Anstrengung lohnt sich. Trotz des simplen Spielprinzips ist «Beat Saber» ein Game mit hohem Suchtfaktor. Das Dirigieren mit dem Lichtschwert macht nicht zuletzt deshalb Spaß, weil auch der Sound stimmt. Die zehn Tracks, speziell für das Spiel komponiert, passen perfekt zum Sci-Fi-Flair.

Viel Lob – und ein Wunsch

Seit Anfang Mai gibt es «Beat Saber» als Early-Access-Titel auf Steam (Preis: 19.50 Euro). Wer eine VR-Brille besitzt, sollte das Spiel zumindest antesten. In den Kommentaren auf Game-Portalen hagelt es jedenfalls Lob. Das «bisher einzige Spiel, für das ich mir eine VR-Brille zulegen würde», schreibt einer auf 4Players.de.

Allerdings bringt ein anderer mit seinem frommen Wunsch auch das Dilemma des aktuellen VR-Angebots auf den Punkt: «Wie wärs mal mit einem Titel, bei dem man das Lichtschwert auch als Lichtschwert benutzen kann? Dafür wurde das ganze VR-Zeugs doch schließlich erfunden.»

(L'essentiel/srt)

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