Schwarze Seelen

21. März 2014 18:19; Akt: 21.03.2014 18:26 Print

Erbarmungslos hart und unendlich befriedigend

«Dark Souls 2» ist das härteste Spiel seit Beginn des Jahrtausends. Dennoch macht das endlose Sterben Spass.

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Spieler alter Schule beklagen sich hin und wieder, dass Games heute zu leicht seien. Sie sollten unbedingt sich an «Dark Souls 2» versuchen. Der Spieler schlüpft in die Rüstung eines Ritters in der Unterwelt. Kaum ist der Held ausgerüstet mit Schwert und Schild (oder alternativ mit zwei scharfen Klingen) stösst er auf die ersten Feinde.

Wenige Streiche der Gegner genügen, um der Held ins Reich der Untoten zu schicken. Mit jedem Tod nimmt die maximale Gesundheit des Helden ab und die Waffen werden brüchiger. Das Resultat: Das Spiel wird nicht leichter sondern immer schwieriger. Bis es wegen der Unmöglichkeit, es so noch zu gewinnen, komplett von vorne begonnen werden muss.

Während bereits einfachste Feinde Verzweiflungattacken auslösen können, sind die Bossgegner ohne ausgefeilte Taktik und perfektes Timing unmöglich zu meistern. Gerade deshalb aber macht «Dark Souls 2» Spass: Geht der Gegner zu Boden, winkt als Belohnung ein unbeschreibliches Gefühl der Befriedigung. Das motiviertzum Weitermachen trotz unendlich vielen Toden, neuen Versuchen und dem wiederholten Beginn von ganz vorne.

(L'essentiel / Jan Graber)