Schlecht geschützt

07. Januar 2018 19:24; Akt: 07.01.2018 19:23 Print

«Ernste Sicherheitslücken bei Dating-​​Apps»

IT-Experten haben sich die Sicherheit von Tinder & Co. genauer angeschaut. Das Resultat: Vertrauliche Daten sind nicht immer geschützt.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

Bei der Nutzung von Dating-Apps geht es nicht nur darum, sich im besten Licht zu präsentieren. Zwangsläufig gibt man auch einiges von sich selber preis. Ob sexuelle Vorlieben, private Informationen oder gar Nacktfotos – die Firma Kaspersky Lab wollte herausfinden, wie sicher die Anbieter mit diesen Daten umgehen.

Insgesamt wurden neun Dating-Apps auf Schwachstellen in den Bereichen Sicherheit und Datenschutz überprüft. Zu den untersuchten Apps gehören unter anderem Tinder, OK Cupid und Zoosk. Das Fazit: Bei den Apps gebe es ernste Sicherheitslücken.

Tracking der Nutzer

«Unsere Analyse zeigt, dass sich Nutzer von Dating-Apps um Cybersicherheit kümmern sollten, da viele dieser Dienste nicht gegen verschiedene Arten von Angriffen geschützt sind», sagt Roman Unuchek, Sicherheitsexperte von Kaspersky Lab. Bei den Apps gebe es verschiedenste Schwachstellen.

Unter anderem sei es bei über der Hälfte der Nutzer möglich, ihren vollständigen Namen und die Adresse ihrer Social-Media-Profile herauszufinden. Bei sechs von neun Apps sei es Dritten möglich, den Standort der Nutzer zu bestimmen. Außerdem könnten bei fünf von neun getesteten Apps Daten innerhalb der verschlüsselten Verbindung abgefangen werden.

Wie kann man sich schützen?

Nicht nur die Technik selber stellt dabei ein Risiko dar. «Die Nutzer bringen sich auch selbst in Gefahr, indem sie sensible persönliche Informationen in ihren Profilen, wie zum Beispiel ihren Ausbildungs- oder Arbeitsort, weitergeben», so Unuchek. Dies ermögliche es, Nutzer der Dating-Apps zu stalken.

Um sich bei der Nutzung von Dating-Apps besser zu schützen, rät Kaspersky Lab dazu, einige Sicherheitsmaßnahmen zu beachten. Unter anderem sollten öffentliche WLAN-Netze gemieden werden. Zudem wird empfohlen, per VPN eine sichere Verbindung zum Internet herzustellen. Und es sollten nur wenige private Informationen geteilt werden.

(L'essentiel/swe)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.