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04. März 2020 10:15; Akt: 04.03.2020 12:15 Print

Facebook gewinnt Verfahren um Ausspäh-​​Attacke

Facebook verklagte einen Anbieter von Überwachungssoftware. Diese hätte versucht sich über eine Sicherheitslücke bei Whatsapp Zugriff auf Smartphones zu verschaffen.

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Facebook hat sich in einem US-Gerichtsverfahren um eine Ausspähattacke auf den Chatdienst WhatsApp durchgesetzt - weil die Gegenseite nicht auf die Klage reagierte. (Bild: DPA/Patrick Pleul)

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Facebook hat sich in einem US-Gerichtsverfahren um eine Ausspähattacke auf den Chatdienst WhatsApp durchgesetzt - weil die Gegenseite nicht auf die Klage reagierte. Das Gericht in San Francisco sprach ein Versäumnisurteil gegen die Firma NSO aus Israel aus, einen Anbieter von Überwachungssoftware, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.

NSO entgegnete am Dienstag allerdings, die Klage sei dem Unternehmen nicht korrekt zugestellt worden. Deshalb habe Facebook zu früh ein Versäumnisurteil gefordert, das man kippen werde, erklärte die Firma dem Finanzdienst Bloomberg. NSO ist spezialisiert auf Überwachungssoftware, die unter anderem auf Smartphones eingesetzt werden kann.

Sicherheitslücke bei Whatsapp ausgenutzt

Facebook hatte NSO im Oktober vergangenen Jahres verklagt. Die Firma habe versucht, sich über eine später geschlossene Sicherheitslücke bei WhatsApp Zugriff auf Hunderte Smartphones zu verschaffen, hieß es in der Klageschrift. NSO betonte damals, das Unternehmen biete seine Dienste grundsätzlich nur Ermittlungsbehörden und Geheimdiensten an. In dem Verfahren ließ die Firma aber Fristen für Stellungnahmen verstreichen, wie das Gericht auf Antrag von Facebook feststellte. Das Online-Netzwerk listete in dem Antrag auch die Wege auf, über die NSO die Klage zugestellt worden sei.

Facebook erklärte in der Klageschrift, unter den Zielpersonen der Ausspähattacken seien Journalisten, Anwälte, Dissidenten, Menschenrechtsaktivisten, Diplomaten und Regierungsbeamte gewesen. Sie kämen aus Ländern wie Bahrain, Mexiko und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Klage gründete Facebook darauf, dass dabei Nutzungsbedingungen von WhatsApp verletzt worden seien.

Der von Facebook vor mehr als fünf Jahren übernommene Chatdienst WhatsApp hat inzwischen mehr als zwei Milliarden Nutzer und ist auch in Deutschland populär.

(L'essentiel/dpa)

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