Inhalte-Entscheidung

17. Februar 2020 12:10; Akt: 17.02.2020 12:12 Print

Facebook kündigt externe Prüfung von Inhalten an

Der beliebten Social Media-Plattform wird öfter vorgeworfen nicht effektiv genug beim Löschen von Beiträgen zu handeln. Eine externe Überprüfung soll nun Hilfe leisten.

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Facebook hat weltweit 2,5 Milliarden aktive Nutzer. (Bild: Tobias Hase)

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Gründer und Chef Mark Zuckerberg gab am Montag bekannt, dass Facebook an einer externen Überprüfung seiner Vorgehensweise beim Löschen von Inhalten arbeite. Weitere Details gab er in dem Beitrag der Financial Times allerdings nicht.

Facebook wird von verschiedenen Seiten vorgeworfen, zu viele oder zu wenige Beiträge zu entfernen - und einigen Politikern geht auch das Löschen von Hassrede, Terrorpropaganda und Gewalt nicht schnell genug. Das Online-Netzwerk richtet aktuell auch ein neues unabhängiges Gremium ein, bei dem Nutzer Widerspruch gegen das Löschen ihrer Inhalte einlegen können.

Zuckerberg wiederholte in dem Financial Times-Beitrag seinen Aufruf an die Politik, Online-Firmen Leitplanken durch mehr Regulierung zu geben. Dazu gehöre das Recht der Nutzer, ihre Daten von einem Dienste-Anbieter zu einem anderen zu übertragen - die sogenannte Datenportabilität.

Regulierung zum Wohl von allen

«Ohne klare Regeln zur Portabilität stiften strikte Datenschutz-Regeln Unternehmen dazu an, Informationen unter Verschluss zu halten und nicht mit anderen zu teilen, um regulatorische Risiken zu vermeiden», schrieb Zuckerberg.

Facebook machte jüngst das Ausmaß der Daten, die das Online-Netzwerk von anderen Websites und Apps bekommt, für die Nutzer sichtbar und gab ihnen etwas mehr Kontrolle darüber. Zuckerberg verwies auf offene Fragen bei heutigen Regelungen. Wie entscheide man zum Beispiel darüber, wem bestimmte Daten gehörten. «Wenn ich etwas mit Ihnen teile, etwa mein Geburtsdatum, sollten Sie in der Lage sein, diese Information zu anderen Diensten mitzunehmen?».

«Ich glaube, dass gute Regulierung Facebooks Geschäft kurzfristig schaden kann - aber auf lange Sicht besser für alle sein wird, uns inklusive», schrieb der Facebook-Gründer. Zugleich werde Facebook «natürlich nicht mit allen Vorschlägen einverstanden sein. So seien Millionen kleinerer Unternehmen auf Facebooks Expertise bei der Datenanalyse angewiesen.

(L'essentiel/dpa)

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