Digitalwährung

15. Oktober 2019 08:14; Akt: 15.10.2019 08:21 Print

Facebook verliert wichtige Partner für «Libra»

Um Facebooks ambitioniert gestartetes Libra-Projekt wird es zunehmend einsam. Nach Paypal kehren auch Ebay, Mastercard, Visa und Stripe der umstrittenen Digitalwährung den Rücken.

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Die Partner für das Digitalwährungsprojekt laufen Facebook langsam weg. (Bild: kay Nietfeld)

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Facebooks Allianz für die umstrittene Digitalwährung Libra bröckelt mit dem Ausstieg großer Finanzdienste wie Mastercard und Visa. Auch die Internet-Handelsplattform Ebay und der Bezahl-Dienstleister Stripe gingen dem Online-Netzwerk am Freitag von der Stange. Vor einer Woche hatte bereits Paypal seine Teilnahme an dem stark in die Kritik geratenen Projekt abgesagt.

US-Medien zufolge löste der massive regulatorische Widerstand Bedenken im Kreis der Libra-Partner aus. Für Montag ist eine wichtige Sitzung zur weiteren Zusammenarbeit in der Libra Association mit Sitz in der Schweiz geplant, die die Digitalwährung verwalten soll. Die Aussteiger könnten damit am Freitag die letzte Chance für den Abgang vor einer förmlichen Mitgliedschaft genutzt haben. Facebook hatte bei der Vorstellung im Sommer gut zwei Dutzend namhafte Firmen als «Gründungspartner» von Libra präsentiert.

Liste der Partner wird kleiner

Von den damals genannten Zahlungsdienstleistern ist in der aktuellen Liste der Partner nur noch PayU übrig geblieben. Auch der Name der vor allem in Lateinamerika aktiven Firma Mercado Pago fehlt inzwischen. Weiter dabei sind demnach noch unter anderem der Reise-Spezialist Booking Holdings, die Fahrdienst-Vermittler Uber und Lyft, der Streaming-Marktführer Spotify, der Telekommunikationskonzern Vodafone und mehrere Blockchain-Spezialisten.

Der Ausstieg von Mastercard und Visa trifft das Projekt besonders hart. Die weltbekannten Branchengrößen verliehen Libra mehr Glaubwürdigkeit und könnten zudem mit ihrer Infrastruktur eine wichtige Schnittstelle zur klassischen Finanzwelt bieten. Alle Aussteiger ließen zugleich die Tür für eine spätere Unterstützung des Libra-Projekts ausdrücklich offen.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Julie am 15.10.2019 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Facebook hat bereits genügend Skandale geliefert, wieso greift der Staat nicht ein und unterbindet dass es noch schlimmer wird, denn wenn Libra wirklich kommt hängt die Welt am Facebook-Tropf

Die neusten Leser-Kommentare

  • Julie am 15.10.2019 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Facebook hat bereits genügend Skandale geliefert, wieso greift der Staat nicht ein und unterbindet dass es noch schlimmer wird, denn wenn Libra wirklich kommt hängt die Welt am Facebook-Tropf