Apple will Provision

31. Juli 2020 13:18; Akt: 31.07.2020 13:19 Print

Gibt es bald keine Airbnb-​​App mehr auf iPhones?

Apple verlangt von Airbnb 30 Prozent Umsatzbeteiligung auf digitale Dienstleistungen, die über den App Store verkauft werden. Und droht Rauswurf an.

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Apple droht Airbnb mit dem Rausschmiss aus dem App Store. (Bild: picturedesk.com)

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Airbnb könnte bald aus dem Appstore von Apple verschwinden. Denn zwischen dem Online-Zimmervermittler und dem Tech-Unternehmen kriselt es: Apple fordert eine Provision von Airbnb. 30 Prozent des Umsatzes soll Airbnb für über die App getätigte Geschäfte an den Tech-Konzern abtreten.

Einverstanden ist Airbnb damit nicht: Die Verhandlungen laufen laut Business Insider noch. Kommt es zu keiner Einigung zwischen den beiden, droht Apple mit dem Rauswurf aus dem App Store. Die Airbnb-App ließe sich dann auf iPhones nicht mehr neu installieren.

Apple in USA unter Beschuss

Die Forderung nach einer Provision entspricht dem Geschäftsmodell von Apple. Der Tech-Konzern will eine Beteiligung an den Umsätzen, die Anbieter mit App-Verkäufen machen. Diese Regeln gelten bereits seit zehn Jahren für den Appstore. Dass Airbnb nichts zahle, ist laut Apple gegenüber anderen Anbietern nicht fair.

Bisher musste Airbnb als reine Vermittlerin von Wohnungen keine Provision leisten. Während der Pandemie baute der Konzern aber sein Angebot aus. So bietet Airbnb virtuelle Kochkurse oder Meditationssitzungen direkt über die App an. Nach der Auffassung von Apple sind solche Dienstleistungen provisionspflichtig.

Umstrittene Geschäfte

Wie Apple beim Abwickeln von Geschäften vorgeht, ist umstritten: In den USA hat der Konzern bereits eine kartellrechtliche Untersuchung angestoßen. Die Frage ist, ob Firmen wie Apple ihre Marktposition ausnutzen. Die Gebühren, die Apple von App-Anbietern verlangt, werden dort auch ein Thema sein.

Apple wehrt sich gegen den Vorwurf, einen dominierenden Marktanteil zu besitzen: Der Markt für Smartphones sei kompetitiv. Unternehmen wie Samsung, LG, Huawei und Google würden andere Angebote bereitstellen. Verbraucher hätten also viele Wahlmöglichkeiten.

Jede vierte Stelle streichen

Airbnb vermittelt online Zimmer und Wohnungen für den Urlaub. Seit der Gründung 2008 wurden 500 Millionen Übernachtungen über Airbnb gebucht. Nach eigenen Angaben stehen über 7 Millionen Inserate in mehr als 220 Ländern zum Angebot. 2019 knackte Airbnb die Marke von einer Milliarde Dollar Umsatz. Doch das amerikanische Unternehmen leidet stark unter der Corona-Krise: 25 Prozent der Stellen sollen abgebaut werden. Das sind rund 1.900 Mitarbeiter weltweit.

(L'essentiel)

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