Internetriese

14. August 2018 16:54; Akt: 14.08.2018 17:27 Print

Google sammelt auch Daten wenn Nutzer es verbieten

Google soll selbst dann Bewegungsprofile von Nutzern aufzeichnen, wenn diese es explizit verbieten. Zwei Milliarden Menschen sind weltweit davon betroffen.

storybild

Google legt von seinen Usern Standortverläufe an – selbst wenn Nutzer es ausdrücklich verbieten. (Bild: Screenshot)

Zum Thema

Google zeichnet die Bewegungen seiner Nutzer auch dann auf, wenn diese es ablehnen. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung von Informatikern der Universität Princeton. Die Untersuchung im Auftrag der Nachrichtenagentur AP ergab, dass viele Google-Dienste – sowohl auf Android-Geräten als auch auf iPhones –Standortdaten speichern, selbst wenn Nutzer eine Datenschutzeinstellung verwenden, die Google genau das verbieten soll.

In den meisten Fällen fragt Google im Voraus nach Erlaubnis um Standortinformationen verwenden zu dürfen. Laut dem Internet-Riesen soll dies es dem Unternehmen unmöglich machen, Bewegungsprofile zu erstellen. Googles Support-Seite zu dem Thema vermittelt Nutzern Kontrolle über das Aufzeichnen ihrer Bewegungsprofile: «Sie können den Standortverlauf jederzeit deaktivieren. Wenn Sie den Standortverlauf deaktivieren, werden die von Ihnen besuchten Orte nicht mehr gespeichert

Zwei Milliarden Nutzer betroffen

Dies ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Sogar wenn der Standortsverlauf ausgeschaltet ist, speichern einige Google-Anwendungen automatisch Ortsdaten. Beispielsweise speichere Google laut AP jedesmal einen Screenshot sobald Google Maps geöffnet wird. Auch wenn sich eine Wetter-App automatisch aktualisiert oder eine Suchanfrage gestartet wird, die ortsunabhängig ist würden Standorte gespeichert.

Das Datenschutzproblem betrifft etwa zwei Milliarden Android-Nutzer sowie Hunderte Millionen von iPhone-Nutzer weltweit, die sich bei Navigation oder Suche auf Google verlassen.

(ms/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.