Neue Android-Geräte

28. Juni 2013 16:50; Akt: 28.06.2013 16:52 Print

Googles Geheimplan gegen Apple & Co.

Laut «Wall Street Journal» will Google sein Hardware-Sortiment beträchtlich erweitern. Angeblich sind eine Android-Spielkonsole, eine Smart-Uhr und einiges mehr in Entwicklung.

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Das Android-System beinhaltet einen Synchronisierungs-Dienst für mobile Spiele, wie man ihn von Apples Game Center kennt. Folgt bald eine Google-Spielekonsole? (Bild: Keystone/20 Minuten)

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Laut einem aktuellen Bericht des «Wall Street Journal» (WSJ) arbeiten die Google-Ingenieure derzeit gleich an drei neuen Hardware-Produkten: einer Spielekonsole, einer Smart-Uhr und einem kugelförmigen Multimedia-Player namens Nexus Q.

Alle neuen Gadgets sollen mit dem von Google entwickelten Betriebssystem Android laufen. Viel mehr wollten oder konnten die anonym bleibenden Informanten nicht verraten. So sind weder die Preise noch technische Details bekannt. Und auch das Veröffentlichungsdatum ist offen. Zumindest eines der drei Geräte könnte bereits im Herbst auf den Markt kommen.

Die beträchtliche Erweiterung des eigenen Hardware-Sortiments ist laut WSJ ein strategischer Schritt, um die Verbreitung von Android weiter voranzutreiben und der Konkurrenz entgegenzutreten. Erst kürzlich hatte Google vermeldet, dass weltweit über 900 Millionen Android-Geräte in Betrieb sind. Nach den Smartphones und Tablets will man auch das Wohnzimmer der Kunden und deren Handgelenke erobern. Im Bereich der tragbaren Technik (Wearable Devices) wurde bereits vorgelegt mit der Datenbrille Google Glass, die 2014 in den Verkauf kommen soll.

Apple zuvorkommen

Nun also eine Smart-Uhr, die via Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt wird, eine Spielekonsole und eine Settop-Box für den Fernseher. Damit will Google laut WSJ-Bericht zukünftige (nicht bestätigte) Produkte von Apple bekämpfen. Spätestens im nächsten Jahr könnte die iWatch herauskommen – und vielleicht auch ein Fernsehgerät mit dem Apfel-Logo.

Apples Fernsehpläne könnten sich aber auch auf die Weiterentwicklung der TV-Settop-Box Apple TV beschränken. Die nächste (vierte) Generation soll auch zum Gamen am großen Bildschirm taugen. Ein Hinweis darauf ist die Unterstützung von Gamepads durch das mobile Betriebssystem iOS 7. Dieses wird im Herbst mit dem iPhone 5S lanciert und auch auf Apple TV laufen.

Die Google-Spielekonsole wäre auch eine Kampfansage an Sony und Microsoft. Die neue PlayStation und die neue Xbox (One) sollen zum lukrativen Weihnachtsgeschäft herauskommen. Zudem dürfte auch der Erfolg der günstigen Android-Spielekonsole Ouya nicht unbeachtet geblieben sein in Mountain View.

Android 5 kommt im Herbst

Voraussichtlich im Herbst wird die nächste Android-Generation ausgeliefert. Laut Gerüchteküche trägt Android 5.0 den Codenamen Key Lime Pie und soll auch auf älteren Mobilgeräten laufen.

Bei der Google-Tochter Motorola steckt das Android-Smartphone Moto X in der Pipeline. Die Präsentation könnte nächsten Monat erfolgen. Unabhängig davon soll Google laut WSJ-Bericht auch billige Android-Smartphones entwickeln, um in Afrika und anderen aufstrebenden Märkten zu punkten.

Laut WSJ will der Internet-Konzern mit seiner Software aber auch die Laptops erobern. Laut Gerüchteküche arbeitet Hewlett Packard (HP) an entsprechenden Geräten. Schon länger in Googles Visier ist zudem das Internet der Dinge. Sprich: In nicht allzu ferner Zukunft könnte Android auf «schlauen» Küchengeräten wie zum Beispiel Kühlschränken laufen.

Die Krux mit der Hardware

Im Gegensatz zu Apple konnte Google bislang nicht als Hersteller von eigener Hardware brillieren. Die unter dem Nexus-Label vermarketeten Smartphones und Tablets sind von LG, Asus oder Samsung gebaut worden. Schon vor einem Jahr wurde ein kugelförmiger Multimedia-Player namens Nexus Q angekündigt. Das 299-Dollar-Gerät kam allerdings nie in den Verkauf, da es offenbar nicht den Vorstellungen der Google-Führungsriege entsprach.

Mit Android 5.0 werde Google seine Software-Plattform weiter öffnen, sagt das WSJ voraus. Hardware-Partner wie Samsung sollen noch größere Freiheiten erhalten, um die Software in zukünftige Geräte zu integrieren. Das wäre ganz im Sinne von Google, das mit den vorinstallierten Internet-Diensten sehr viel (Werbe-)Geld verdienen wird.

(L'essentiel Online/dsc)

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