Horror

11. Juli 2019 22:20; Akt: 11.07.2019 22:23 Print

Gruselfigur Momo erhält jetzt einen eigenen Film

Momo wird Filmstar. Die Gruselpuppe spielt bald in einem Horrofilm mit. Zuvor erlangte die Figur als Internet-Hoax zweifelhafte Bekanntheit.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Manche bekommen nur schon bei ihrem Anblick Hühnerhaut. Die Puppe mit den großen Augen und Hühnerbeinen geisterte als Momo durchs Netz. Jetzt will Hollywood ein Stück vom Kuchen haben. Momo soll einen Film erhalten, wie Deadline.com berichtet. Die Firma Orion Pictures plane mit Roy Lee von Vertigo Entertainments (u. a. «The Lego Movie») und dem Produzenten Takashige Ichise einen Film im Horror-Genre. Die beiden sind unter anderem für den Horrofilm «The Ring» verantwortlich. Weitere Details sind bisher nicht bekannt.

Die Puppe erschaffen hat ursprünglich der japanische Künstler Keisuke Aiso im Jahr 2016. Er gab ihr den Namen «Mother Bird». Er erklärt, dass die Figur von einer japanischen Geistergeschichte inspiriert worden sei. Darin gehe es um eine Frau, die während der Geburt sterbe und als Vogelfrau in der Region herumspuke. Nachdem sein Werk als Momo zum Internet-Hoax wurde, hat er die Puppe zerstört. «Momo ist tot – sie existiert nicht mehr und der Fluch ist gebrochen», erklärte Aiso im März 2019 gegenüber «The Sun».

Die Chronologie des Hoax

Momo sorgte für Albträume in der Schweiz und zwang Whatsapp Ende 2018 sogar, seinen Messenger einzuschränken.

In dubiosen Kettenbriefen wurde gewarnt, dass die dämonische Figur Nutzer aufgefordert haben solle, sich und anderen Schaden zuzufügen. In Frankreich soll Momo letzten November zu einem Todesfall geführt haben. Die Berichterstattung über diese sogenannte Momo-Challenge hat die Polizei und Schulen veranlasst, vor dem Phänomen zu warnen.

Social-Media-Star Kim Kardashian mit ihren 129 Millionen Followern hat Ende Februar 2019 den Hype weiter befeuert. Sie warnte davor, dass die Figur plötzlich mitten in harmlosen Kindervideos auf Youtube auftauche. Youtube hat die Meldung entschieden dementiert.

Wer hinter dem Momo-Phänomen steckt, ist bis heute nicht klar. Ihren Ursprung könnte es auf Reddit.com genommen haben, wie Vox.com berichtet. Das Bild der Figur tauchte auch auf der Flirting-App namens Momo in China auf. Dort wurde es unter dem Motto «Kimo Kawa» («Eklig, aber süß») verbreitet, wie der Tech-Journalist Lance Ulanoff auf Medium.com schreibt. Die Fact-Checking-Website Snopes.com fasst zusammen, dass die Geschichte rund um Momo mehr Hype und Humbug als Realität sei.

(L'essentiel/tob)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.