Boykott-Drohung

06. Juli 2020 21:37; Akt: 06.07.2020 21:40 Print

Hat Spotify ein Problem mit Rechtsextremismus?

In Deutschland protestieren Spotify-Nutzer gegen rechtsextreme Inhalte auf der Plattform. Grund ist die Veröffentlichung eines vom Verfassungsschutz beobachteten Rappers.

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Spotify-Nutzer in Deutschland haben mit Empörung darauf reagiert, dass Spotify Musik rechtsextremer Künstler auf der Musikplattform zulässt. Besonders stören sich die Nutzer daran, dass das Album des Rappers Chris Ares auf Spotify zu finden ist.

Seine Lieder richten sich gegen Muslime und Migranten, er rappt darin vom angeblichen Ziel, das «deutsche Volk» auszulöschen. Chris Ares gilt als rechtsextrem und wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Im Gegensatz zu Spotify ist Chris Ares’ Musik auf anderen Plattformen wie Amazon Prime und Deezer nicht zu finden.

Spotify weist Verantwortung von sich

Auf Twitter fordern Spotify-Kunden, dass Chris Ares’ Alben von Spotify entfernt werden. Das berichtet die deutsche Bild. Sie hat bei Spotify nachgefragt, warum ein «offiziell als rechtsextreme eingestufter Musiker» auf der Plattform zu finden ist.

Spotify weist dabei die Verantwortung von sich: «Grundsätzlich sind die jeweiligen Rechteinhaber verantwortlich für die Musik, die sie über Spotify bereitstellen», schreibt das schwedische Unternehmen. Wenn ein Lied respektive ein Künstler von einer offiziellen Prüfstelle auf den Index gesetzt werde, entferne es Spotify umgehend. Zudem prüfe Spotify selbst Inhalte – und entferne sie dann auch.

(L'essentiel/Reto Heimann)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jimbo am 07.07.2020 08:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soulang et net offiziell verbueden ass, gesinn ech do keen Problem!

Die neusten Leser-Kommentare

  • jimbo am 07.07.2020 08:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soulang et net offiziell verbueden ass, gesinn ech do keen Problem!