Grossbritannien

30. November 2020 12:00; Akt: 30.11.2020 12:10 Print

Huawei darf 5G nicht weiter ausbauen

Die britische Regierung hat ein Verbot für die 5G-Technologie von Huawei ab dem Jahr 2021 beschlossen. Dem Urteil voraus gingen Sicherheitsbedenken und Spionagevorwürfe.

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Die Nutzung von 5G-Technologie von Huawei wird künftig mit empfindlichen Geldstrafen geahndet.

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Die britische Regierung macht mit dem Verbot des chinesischen Technologieausrüsters Huawei ernst. Nach September 2021 dürfen keine Geräteteile des Tech-Konzerns beim Ausbau des schnellen 5G-Mobilfunknetzes verwendet werden. Dies wegen Sicherheitsbedenken. «Ich gehe damit einen klaren Weg für die vollständige Entfernung von Anbietern mit hohem Risiko aus unseren 5G-Netzen», sagt Digitalminister Oliver Dowden.

Nach dem Wegfall von Huawei soll nun mit einer Zusammenarbeit mit dem japanischen Unternehmen NEC, der Einrichtung neuer Forschungseinrichtungen und einer anfänglichen Investition von rund 250 Millionen Pfund der Ausbau sichergestellt werden, so Dowden weiter.

Hohe Strafen für Verstöße

Als erstes Land in Europa hatte die Regierung in London beschlossen, dass Huawei-Technologie ab 2027 aus dem britischen 5G-Netz entfernt werden müsse. Anbieter, die dagegen verstoßen, müssen mit einer Strafe von bis zu 10 Prozent des Umsatzes oder rund 113.000 Euro pro Tag rechnen, wenn sie Huawei-Komponenten zum Netzausbau verwenden. Dies wurde Mitte November bekannt. Die Regierung in London erklärte, dass die strengeren Sicherheitsstandards auch dazu beitragen würden, um Großbritannien vor möglichen Cyberangriffen zu schützen. Die USA schätzen Huawei auch als Sicherheitsrisiko ein. Sie vermuten, dass Kundendaten zur Spionage eingesetzt werden. Das chinesische Unternehmen hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Als Antwort auf die Spionagevorwürfe zog der chinesische Konzern sogar gegen die US-Regierung vor Gericht.

Zuletzt untersagte auch Schweden die Nutzung von Huawei-Technologie in seinem Land und schloss die Gesellschaft beim Aufbau seines 5G-Netzes aus. Australien und Neuseeland sprachen sich bereits 2018 gegen den Einsatz von Huawei-Komponenten aus. In der Schweiz setzen Sunrise und Salt bei dem Ausbau des 5G-Netzes auf Teile von Hauwei. Swsscom arbeitet mit dem Ausrüster Ericsson zusammen, setzt jedoch bei dem Glasfasernetz ebenfalls auf Komponenten von Huawei.

(L'essentiel/sda/tob)

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