Apples Software-Chef

03. Juni 2019 07:27; Akt: 03.06.2019 07:30 Print

«Ich muss nicht die Fotos unserer Kunden nutzen»

In einem Interview äußerte sich Apples Software-Chef Craig Federighi zum Thema Privatsphäre. Und dazu, wie man verhindern will, dass Hacker Passwörter klauen.

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Am kommenden Montag wird Apple in Kalifornien seine alljährliche Entwicklerkonferenz WWDC eröffnen. Neben einer Vorschau auf die nächsten Betriebssysteme für Mac, iPhone, iPad und Apple Watch dürfte dabei auch das Thema Privatsphäre eine wichtige Rolle spielen.

Denn der amerikanische Konzern wirbt schon seit einiger Zeit mit Aussagen wie dieser für seine Produkte: «Wenn Privatsphäre in deinem Leben wichtig ist, sollte es auch auf dem Smartphone wichtig sein, wo dein Leben drauf ist.» Auch Apple-CEO Tim Cook äußerte sich mehrfach zur Wichtigkeit des Themas.

Kein Zugriff auf private Daten

In einem Interview mit Stern.de sprach nun Software-Chef Craig Federighi über den Datenschutz und darüber, wie Hackern das Leben schwergemacht werden soll. Apple sei in dieser Hinsicht speziell, da der größte Teil des Umsatzes mit dem Verkauf von Geräten wie dem iPhone und nicht mit angepasster Werbung erzielt werde.

Beispielsweise verzichte das Unternehmen auch darauf, die privaten Daten der Nutzer anzuzapfen, um Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz zu verbessern: «Es gibt so viele öffentlich zugängliche Datenbanken mit Bildern von Gesichtern, Hunden, Bäumen, Bergen. Ich muss nicht die Bibliotheken unserer Kunden nutzen, um Bilder von Hunden und Bergen zu bekommen.»

Mehr Transparenz

Bei Programmen aus dem App-Store könne es aber manchmal Probleme mit der Privatsphäre geben, so Federighi: «Einige Apps wurden nur entwickelt, um möglichst viele sensible Daten der Nutzer abzufischen.» Das Problem gebe es jedoch nicht nur auf Apple-, sondern auch auf Android-Geräten. Apple müsse deshalb die Entwickler teilweise einschränken und daran arbeiten, die Transparenz für die Nutzer zu erhöhen.

Zudem achte das Unternehmen darauf, seine Geräte möglichst gut zu sichern. «Wir wissen, dass es sehr viele motivierte Hacker gibt, die in die wertvollen Informationsspeicher auf unseren Geräten eindringen wollen», so der Software-Chef. Deshalb werde Apple auch keine Hintertüren einbauen, damit Regierungen oder andere Behörden auf die Daten zugreifen können.

(L'essentiel/swe)

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