Pornografische Inhalte

17. April 2019 11:15; Akt: 17.04.2019 11:23 Print

Indien sperrt die Video-​​App TikTok

Die Social-Media-Plattform TikTok verfügt weltweit über 500 Millionen Nutzer. Viele sind noch im Kinder- oder Teenager-Alter. Nun soll die Seite in Indien gesperrt werden.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die chinesische Video-App TikTok ist aus dem Google Play Store in Indien verschwunden. Dies, nachdem die indische Regierung Google und Apple angeordnet hatte, die App zu sperren. Grund dafür waren Bedenken über pornografische Inhalte. Im Apple-Store ist die App zwar noch erhältlich und wer sie auf einem Android-Gerät bereits installiert hat, kann diese auch noch weiterhin nutzen, aus dem Play Store herunterladen kann man sie aber nicht mehr.

Auch das Nachbarland Bangladesh hat die App bereits verboten. In den USA haben die Macher der App außerdem eine 5,7 Millionen schwere Strafe am Hals, da die App illegal Informationen über Minderjährige sammelt.

Weltweit nutzen rund 500 Millionen Menschen TikTok. Davon befinden sich allein 120 Millionen Nutzer in Indien. Auf TikTok kann man Videos hochladen und bearbeiten, die meist 15 Sekunden lang sind. Viele Nutzer sind noch im Kinder- oder Teenager-Alter.

Vermehrt negative Schlagzeilen

Nun hat TikTok eine Beschwerde beim obersten Gericht in Indien eingereicht. Wie der «Guardian» berichtet, ließ TikTok am Dienstag verlauten: «Wir haben Vertrauen in das indische juristische System und wir sind optimistisch, dass wir eine Übereinkunft treffen werden, die allen 120 Millionen Nutzern in Indien zusagt.» Außerdem teilte das chinesische Unternehmen Bytedance, dem TikTok gehört, mit, dass man sich noch stärker dafür engagieren werde, dass die Inhalte ihrer Plattform sicher und positiv seien.

TikTok hat in Indien vermehrt negative Schlagzeilen gemacht. So erschoss ein Mann in Delhi aus Versehen einen Freund, als sie ein Video für die Plattform drehen wollten, in dem auch eine Pistole vorkam. In einem weiteren Fall erschoss ein Mann einen zweiten Mann mit einer selbst gebastelten Waffe, die unerwartet losging. Auch sie hatten ein TikTok-Video filmen wollen.

(L'essentiel/doz)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.