Catcalling

24. September 2020 17:46; Akt: 24.09.2020 18:06 Print

Internet-​​Promi streamt sexuelle Belästigung

MontanaBlack ist Deutschlands größter und bekanntester Streamer. Im Urlaub streamt er sich selbst dabei, wie er Frauen auf offener Straße angafft und ihnen hinterherläuft.

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Montana Black fotografiert von seinem Hotelbalkon eine Frau in einem Pool des Hotels. (Bild: Twitch)

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Ein Shitstorm ergeht am Donnerstag über den Twitch-Streamer Montana Black. Marcel Eris, wie der bekannteste Streamer im deutschsprachigen Raum heißt, macht gerade Urlaub auf Malta. Dabei erfüllt er alle Klischees, schlendert Bier trinkend in Badeschlappen durch die Straßen der Mittelmeerinsel, filmt sich und seinen Kollegen dabei und überträgt den Tag live ins Netz.

Von den eine Millionen Followern sehen zehntausende mit an, wie er durch die Straßen Maltas schlendert, Frauen filmt und diesen grunzende «Neandertaler-Laute» hinterherruft. Ausschnitte der Live-Übertragung kursieren auf Twitter. Der Mann aus Buxtehude kommentiert das Aussehen der Frauen, die er filmt und verfolgt diese. Die Empörung ist groß.

«Unfassbar peinlich»

Ein anderer Streamer machte den Vorfall publik und postete einen Ausschnitt. Dazu fragt er: «Warum darf sowas auf Twitch stattfinden? Was denkst du dir dabei? Unfassbar peinlich @MontanaBlack». Denn bereits einige Tage davor erzeugte dieser mit ähnlichem Verhalten Wellen der Empörung.

Als eine Frau am Infinity-Pool am Dach des Hotels posiert, entdeckt der auf seinem Balkon sitzende Streamer diese. Kurzerhand greift er zu einer Spiegelreflex-Kamera mit Zoom-Objektiv und fotografiert sie. Stolz zeigt er seine Entdeckung den Zusehern und ruft in die Richtung der Frau «Komm mal runter» und bietet ihr den Geschlechtsverkehr an. «Spaß beiseite» folgt, der Video-Ausschnitt endet.

«Für Leute, die meinen Humor nicht kennen verwirrend»

Prompt nimmt auch der Streamer selbst zu den Vorwürfen Stellung. Die Grundaussage ist dabei, er habe es nicht böse gemeint. «Vielleicht hab ich zwei bis drei zu viele Neandertaler-Rufe gemacht» sagt er. Im Moment wäre es halt lustig gewesen, es wurde dadurch aber seines Erachtens niemand belästigt. Allerdings wolle er an seinem Verhalten arbeiten, falls es doch so gewesen sein soll.

Zu den Vorwürfen am Pool stellt er klar, dass es ihm lediglich darum ginge, diesen Ort zu zeigen und sich darüber lustig zu machen, wie viele Leute dort für Instagram posieren. «Wie ich das ganze dann präsentiert habe war wohl nicht der beste Weg bzw. für Leute, die vielleicht auch meinen Humor nicht kennen, etwas verwirrend.» Die Reaktionen hierauf reichen von «Sollen doch alle nicht rumheulen» und «Du hast nix falsch gemacht bro» zu «Eine Entschuldigung reicht nicht aus» und «zum Fremdschämen».

(L'essentiel/leo)

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