Warn-App

08. Juni 2020 15:14; Akt: 08.06.2020 15:18 Print

Italien startet Corona-​​Warn-​​App in vier Regionen

Frankreich setzt seit Dienstag auf die «StopCovid-App», in Italien wird «immuni» in vier Regionen getestet und nächste Woche wird die «Tracing-App» in Deutschland vorgestellt.

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Für den Weg aus der Corona-Krise in die Normalität hoffen viel Menschen auf eine Corona-Warn-App. (Bild: DPA/Stefan Jaitner)

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Italien setzt im Kampf gegen die Corona-Pandemie jetzt in vier Regionen seine angekündigte Warn-App ein. Den Start in den Pilot-Gebieten bestätigte die für Innovation zuständige Ministerin Paola Pisano am Montag. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa haben bisher rund zwei Millionen Menschen die Anwendung auf ihre Smartphones heruntergeladen. Der Zugriff auf die App ist nach Behördenangaben in allen 20 Regionen schon möglich. Testgebiete für die Warnmeldungen sind aktuell die Abruzzen, Ligurien, die Marken und Apulien.

Wie auch in anderen europäischen Ländern soll die Anwendung Bürgern einen Hinweis senden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Die kostenlose App, die in Italien unter dem Namen «Immuni» läuft, wurde von einem Mailänder Unternehmen entwickelt. Sie funktioniert auf Basis der Bluetooth-Technik für eine Datenübertragung zwischen Geräten. Ihre Nutzung soll in Kürze national ausgeweitet werden.

Bedenken von Datenschützern

Frankreichs Coronavirus-Warn-App heißt «StopCovid» und hat nach Angaben der französischen Regierung die erste Millionen-Marke bereits am Wochenende übertroffen. Innerhalb von vier Tagen sei die App eine Million Mal aktiviert worden, schrieb der Staatssekretär für Digitales, Cédric O, am Samstag auf Twitter. Die kostenlose Anwendung steht seit vergangenen Dienstag zum Herunterladen auf das Handy bereit. Zuvor hatte die Regierung erklärt, dass die App aber nur wirksam sei, wenn sie von mehreren Millionen Französinnen und Franzosen genutzt werde.

Auch der deutsche Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigte am Montag an, die Tracing-App in der kommenden Woche vorzustellen. In Deutschland wird seit Februar über die Funktionen und das Datenschutzkonzept diskutiert. Erste Überlegungen, für die Ermittlung solcher Begegnungen auch Geodaten via GPS oder Mobilfunk zu verwenden, wurden schnell wieder verworfen, auch weil Datenschützer erhebliche Bedenken äußerten.

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