Glücksspiel in Nevada

03. April 2020 08:13; Akt: 03.04.2020 08:20 Print

Las Vegas setzt alles auf «Counter-​​Strike»

Als erster Bundesstaat hat Nevada offiziell «CS:GO»-Wetten zugelassen und möchte so alle Freunde von Sportwetten trotz Coronavirus bei Laune halten.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ob NHL oder NBA, alle großen US-Sportligen haben im Moment den Betrieb eingestellt, dies merken natürlich auch die Wettbüros im ganzen Land. Wo kein Spiel stattfindet, da ist auch kein Umsatz. Darum hat jetzt der US Bundesstaat Nevada reagiert.

Nevada, Heimat von einer kleinen Wüstenstadt namens Las Vegas, setzt neu auf E-Sport, besser gesagt auf «Counter-Strike: Global Offensive» und erlaubt als erster Bundesstaat das Glücksspiel auf einen nicht realen Sport. Viel ändern wird sich nicht: Anstatt sein Geld auf ein NHL-Team wie die Tampa Bay Lightning zu setzen, setzt man halt neu auf «Fnatic» oder «Team Liquid» und hofft, liquide zu bleiben – schlechtes Wortspiel, ich weiß.

Alles auf «Fnatic»

Die ganzen «CS:GO»-Matches werden in vielen Sportbars und Casinos auf großen Leinwänden übertragen. Die Wettbüros in Nevada hoffen so, die Sportfans zu begeistern und Umsatz zu generieren oder zumindest die Gewinneinbußen zu verringern.

Doch genau hier liegt das Problem: Sportfans sind nicht E-Sportfans, wenn auch die Akzeptanz in den Vereinigten Staaten relativ groß ist. Gerade letztes Wochenende haben über 1,3 Millionen Zuschauer die «Nascar Sunday's Pro Series Invitational» auf FOX geschaut. Virtuelle Ovale-Autorennen sind also, trotz Alternativen, auch im klassischen Fernsehen beliebt. Ein Oval bleibt ein Oval.

Chance für den E-Sport?

Wetten auf «CS:GO»-Matches, das kann man in Europa in vielen Ländern schon lange. Dabei darf auf Onlineplattformen Echtgeld eingesetzt werden oder man verspielt seine wertvollen Waffenskins.

Nachdem Nevada bei frühren E-Sport Turnieren einzelne Wettlizenzen verteilt hatte, ist dies die erste permanente Wettlizenz für E-Sport im Wüstenstaat. Trotzdem bleibt es etwas Spezielles, dass man in Las Vegas neben Poker, Slots und Blackjack neu sein Geld auf sein liebstes «Counter-Strike»-Team setzen kann. Ob das aber wirklich jemand macht, das ist eine andere Frage.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.