PC-Hit

27. Mai 2019 14:17; Akt: 27.05.2019 14:23 Print

«League of Legends» kommt aufs Handy

Es ist eines der erfolgreichsten Games überhaupt. Nun soll «League of Legends» auch für Smartphones und Tablets auf den Markt kommen.

Bald auch fürs Handy?: «League of Legends». (Riot)

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Das weltweit beliebteste desktopbasierte Game «League of Legends» erscheint wohl bald für mobile Geräte. Laut Berichten wird schon seit über einem Jahr an einer Handy-Version des erfolgreichen E-Sports-Spiels gearbeitet. Wirtschaftlich Sinn macht dieser Schritt zweifellos: «League of Legends» gilt als das erfolgreichste Online-Game. Rund 80 Millionen Spieler sind jeden Monat aktiv, allein letztes Jahr soll der Hersteller mit dem Titel laut dem Magazin «Forbes» fast 1,4 Milliarden Dollar eingenommen haben.

In Nutzerzahlen gemessen ist «League of Legends» demnach das größte Videospiel für PC. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf diverse Szenen-Insider berichtet, arbeitet das amerikanische «LoL»-Studio Riot Games an einer Mobilversion des strategischen Multiplayer-Kampfspiels mit Rollenspiel-Elementen. Damit könnte man einen riesigen neuen Markt erschließen – und damit auch viel neues Kapital.

Geduld gefragt

Bis zum Erscheinen müssen sich MOBA-Fans aber wohl noch in etwas Geduld üben. Denn dass die Umsetzung für Smartphones und Tablets noch in diesem Jahr erscheint, ist eher Wunschdenken. Realistisch gesehen ist ein Release im Jahr 2020 wahrscheinlicher.

Pikant: Die Umsetzung auf mobile Devices bedeutet für Riot Games auch eine Kehrtwende hinsichtlich der bisherigen Haltung. Vor einigen Jahren war das chinesische Mutterhaus Tencent mit dem Wunsch eines mobilen «League of Legends» an das Studio herangetreten. Damals soll Riot jedoch erklärt haben, eine solide Adaption sei derzeit nicht möglich. Als Folge davon beauftragte Tencent ein anderes Studio mit der Entwicklung eines MOBA für mobile Endgeräte, was wiederum bei Riot Games schlecht ankam.

Der daraus entstandene «Honor of Kings» ist heute eines der meistgespielten Games der Welt – vor allem in Asien. International kennt man das Spiel als «Arena of Valor». Tencent ist und bleibt aber vor allem ein asiatisches Schwergewicht; im Rest der Welt hat man Mühe, ein ähnlich großes Publikum wie im Heimmarkt zu erreichen. Deshalb ist der Wunsch nach einem mobilen «League of Legends» sehr groß. Dieses Spiel sei wie eine WM, während «Arena of Valor» eher eine lokale Veranstaltung sei, argumentieren Kenner. Zudem haben asiatische Teilnehmer eine andere Spielkultur als beispielsweise Gamer aus Europa oder den USA.

Nicht ohne Risiken

Für das zuletzt arg gebeutelte Studio Riot bietet ein Mobile-Game neue Möglichkeiten, Geld mit einer etablierten Marke zu verdienen und gleichzeitig aus den Negativschlagzeilen herauszukommen. Zuletzt hatte das Studio mit Mobbing-Vorwürfen von Mitarbeitern und mit schlechten Arbeitsbedingungen für Aufsehen gesorgt. Doch eine Adaption für mobile Geräte ist nicht gänzlich ohne Risiken. Denn ein Handy-Game ist etwas anderes als ein Desktop-Spiel. Das mussten zuletzt selbst so etablierte Anbieter wie EA (mit dem peinlichen «Dungeon Keeper») oder Blizzard («Diablo: Immortal») erfahren, die beide nicht nur auf Gegenliebe bei den Fans gestoßen sind. Bleibt zu hoffen, dass das bei der Smartphone-Adaption von «League of Legends» anders wird.

(L'essentiel/str)

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