«Jim Balsamico»

04. Juli 2019 16:37; Akt: 04.07.2019 16:43 Print

Leite diese Whatsapp-​​Nachricht ja nicht weiter

Derzeit verunsichert ein Schreiben die Whatsapp-Nutzer. Es soll von den Entwicklern stammen. Das steckt hinter dem Kettenbrief.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Eine gigantisch lange Nachricht kursiert gerade bei Whatsapp. Der Inhalt könnte Empfänger verunsichern. «Es gibt zu viele Nutzer bei Whatsapp», schreibt ein gewisser Jim Balsamico, angeblicher CEO des Messengers. Er droht: Wenn man die Nachricht nicht in 48 Stunden an zehn Kontakte weiterleitet, werde das Konto gelöscht und eine Gebühr von 25 Euro erhoben.

Doch was steckt dahinter? Mimikama.at, eine Plattform zur Aufklärung über Internetbetrug und Falschmeldungen, hat die Nachricht analysiert. Die Kurzfassung: alles Mumpitz. Der Brief bestehe aus einzelnen Kettenbriefen, die teils schon jahrelang auf dem Messenger die Runden machten. Whatsapp wird natürlich nicht kostenpflichtig und einen Jim Balsamico gibt es auch nicht.

Mysteriöser Nico

Kettenbriefe sorgen bei Whatsapp immer wieder für Ärger. Einige davon sind sogar potenziell gefährlich. Andere besonders verstörend. Anfang 2019 machte eine Sprachnachricht die Runde, in der angeblich ein 9-jähriger Nico spricht. Er machte Empfängern mit eindeutigen Drohungen Angst. Auch Nicos Kettenbrief war damals nicht neu. Laut Mimikama machte die Nachricht in ähnlicher Form schon 2013 und 2017 die Runde.

Vorsicht vor Links

Das Prinzip von solchen Kettenbriefen ist immer das gleiche: Auf keinen Fall soll der Weiterversand unterbrochen werden, und bei Nichtbeachtung wird mit dramatischen Folgen gedroht. Das Beste ist es, solche Nachrichten einfach zu löschen und sie nicht weiterzuleiten. Zudem sollte man keine Links anklicken oder Anhänge öffnen, da sich dahinter Viren oder Schadsoftware verbergen könnten.

Anfang 2019 hat Whatsapp gegen Falschnachrichten und auch gegen Kettenbriefe eine neue Funktion eingeführt. Seither können Botschaften nur noch an fünf Empfänger weitergeleitet werden.

Der Messenger Whatsapp ist bei Betrügern aller Art beliebt. Denn weltweit nutzen mehr als 1,5 Milliarden Menschen den Messenger. Die Firma wurde 2009 von Jan Koum und Brian Acton gegründet. Sie hatten vorher bei der Suchmaschine Yahoo gearbeitet. Im Jahr 2014 übernahm der Facebook-Konzern Whatsapp für 19 Milliarden Dollar. Die zwei Gründer arbeiten heute nicht mehr bei Whatsapp.

(L'essentiel/tob)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.