Injobs statt Linkedin

17. Oktober 2021 19:00; Akt: 17.10.2021 19:18 Print

Microsoft schießt Linkedin in China ab

Linkedin ging in China mit einer eingeschränkten Sonderversion an den Start. Nun steht das soziale Netzwerk im Land vor dem Aus. Microsoft plant allerdings bereits eine Alternative.

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Microsoft wird sein Karrierenetzwerk Linkedin in China im Laufe des Jahres schließen. Als Gründe dafür gibt der Konzern das «herausfordernde Betriebsumfeld» und die strengen Richtlinien im Land an. Man habe den chinesischen Nutzerinnen und Nutzern zwar helfen können, «Jobs und wirtschaftliche Chancen» zu finden, sagt Microsoft. Bei den «sozialeren Aspekten» habe man aber nicht denselben Erfolg gehabt.

Linkedin war in China im Jahr 2014 mit einer eingeschränkten Sonderversion an den Start gegangen. Dabei musste sich das soziale Netzwerk den strengen Vorgaben der chinesischen Behörden für Onlineplattformen unterwerfen. In China gibt es eine strikte Zensur von Onlinenetzwerken. Linkedin habe deshalb im März sogar eine Verwarnung von den chinesischen Aufsichtsbehörden erhalten, berichtet das «Wall Street Journal».

Injobs soll Linkedin ersetzen

Microsoft kündigte zugleich eine neue Karriereplattform für China namens Injobs an – ohne Feeds zu sozialen Aktivitäten. Die Nutzerinnen und Nutzer sollen in dem Netzwerk keine Posts oder Artikel teilen können.

China verbannte vor mehr als einem Jahrzehnt bereits Facebook und Twitter aus dem Land. Google zog sich im Jahr 2010 zurück. Der Onlinehändler Amazon ist in China zwar verfügbar, konnte sich aber nie gegen die chinesische Konkurrenz wie Alibaba oder JD.com durchsetzen.

(L'essentiel/APF/mur)

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