«Prism» zieht Kreise

19. Juli 2013 09:45; Akt: 19.07.2013 09:45 Print

Microsoft schlägt zurück im US-​​Spionageskandal

Nachdem Microsoft beschuldigt wurde, der NSA beim Spionieren zu helfen, will der Konzern nun Informationen zu Abfragen unter «Prism» herausgeben.

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Microsoft kämpft unter CEO Steve Ballmer mit anderen Internetkonzernen darum, Anzahl und Umfang der Abfragen zur «nationalen Sicherheit» nennen zu dürfen. (Bild: Keystone/AP/lee Jin-man)

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Microsoft wehrt sich gegen den Eindruck, der Software-Konzern sei bei der Internetspionage ein williger Helfer der US-Geheimdienste. Dazu will das Unternehmen mehr Informationen zu den Abfragen unter dem US-Überwachungsprogramm «Prism» herausgeben. Das ist bislang aber staatlicherseits verboten.

Microsoft-Chefjustiziar Brad Smith erklärte am Dienstag, Justizminister Eric Holder gebeten zu haben, persönlich auf die Freigabe zu dringen. «Wir sind der Überzeugung, dass die US-Verfassung uns die Freiheit garantiert, mehr Informationen mit der Öffentlichkeit zu teilen. Doch die Regierung hält uns zurück.»

Mit vereinten Kräften

Microsoft kämpft mit anderen Internetkonzernen wie Google, Facebook oder Yahoo darum, Anzahl und Umfang der Abfragen zur «nationalen Sicherheit» nennen zu dürfen. Die Firmen fürchten um einen Vertrauensverlust bei den Nutzern, was letztlich schlecht fürs Geschäft wäre. Die staatlichen Stellen, so der Microsoft-Vorwurf, reagierten aber nur schleppend. «Wir hoffen, der Justizminister kann eingreifen, um dies zu ändern.»

Jüngst hatte die britische Zeitung «Guardian» über eine enge Zusammenarbeit zwischen dem US-Geheimdienst NSA und Microsoft geschrieben. Der Bericht habe «gravierende Ungenauigkeiten» enthalten, erklärte Smith. Er versicherte erneut, dass Microsoft keiner Regierung einen direkten Zugriff auf seinen E-Mail-Dienst Outlook.com gewähre. Auch habe Microsoft keiner Regierung ermöglicht, die Verschlüsselung zu knacken.

(L'essentiel Online/pru/sda)

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