Frei zugänglich

06. September 2019 14:42; Akt: 06.09.2019 14:49 Print

Millionen Handynummern landen öffentlich im Netz

Ein IT-Experte hat im Internet eine Datenbank mit mehr als 400 Millionen Handynummern gefunden. Diese waren mit Facebook-Accounts verknüpft.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein Server mit brisantem Inhalt: In einer ungeschützten Datenbank waren die Telefonnummern von 419 Millionen Facebook-Mitgliedern gespeichert. Jeder, der über die Adresse verfügte, konnte Einträge ansehen, berichtet das Magazin Techcrunch.com. Die Website hat die Daten von einem IT-Experten erhalten.

Die Nummern auf dem Server waren geographisch geordnet. So gab es 133 Millionen Einträge aus den USA, 18 Millionen aus England und aus Vietnam waren 50 Millionen Datensätze vorhanden. Aus welchen Regionen die anderen Handynummern stammen, ist derzeit nicht bekannt. Cyberkriminelle hätten die Daten etwa nutzen können, um Accounts zu kapern.

Nummern von Promis

Alle Einträge der Datenbank waren laut dem Techcrunch-Bericht mit der entsprechenden Facebook-ID verknüpft. Bei einigen waren auch ihr Facebook-Name, Geschlecht und Land vermerkt. Das Tech-Magazin hat eine ganze Reihe von Datensätzen mit ihm bekannten Nummern und Facebook-Accounts verifiziert. In der Datenbank waren auch die Handynummern von bekannten Persönlichkeiten gespeichert.

Der Server mit den Nummern wurde mittlerweile offline gestellt. Unklar ist, wer die Datenbank erstellt und hochgeladen hat. Laut Facebook gebe es keinen Hinweise darauf, dass Konten mithilfe der Daten gehackt wurden. Jay Nancarrow, ein Sprecher des sozialen Netzwerks, erklärte, dass die Daten mehr als ein Jahr alt seien.

Funktion deaktiviert

Facebook hatte bereits im April 2018 erklärt, dass eine Funktion dazu missbraucht wurde, Daten aus dem sozialen Netzwerk abzugreifen. Vor rund einem Jahr hatten die Betreiber darum die Funktion deaktiviert, mit der Mitglieder andere Nutzer über ihre Telefonnummer finden konnten.

Es ist nicht das erste Datenleck bei Facebook. Facebook stand schon im Jahr 2018 am Pranger. Die Firma Cambridge Analytica verschaffte sich damals mehr als 50 Mio. Datensätze vom sozialen Netzwerk – mittels einer Quiz-App. In den letzten Monaten habe es mehrere weitere Fälle gegeben, bei denen Daten von Millionen Instagram- und Facebook-Nutzern exponiert wurden, schreibt der Tech-Blog Engadget.com.

(L'essentiel/tob)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.