Verschwörungstheorien

26. Oktober 2020 09:22; Akt: 26.10.2020 09:56 Print

Patreon geht gegen QAnon vor

Die Social-Payment-Plattform hat ihre Nutzungsbedingungen geändert. Damit will das Unternehmen Verschwörungstheoretiker von seinem Dienst vertreiben.

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QAnon wird in den USA als inländische terroristische Bedrohung eingestuft. (Bild: AFP/Stephanie Keith/Symbolbild)

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Die Social-Payment-Plattform Patreon sagt Verschwörungsinhalten der als militanten eingestuften QAnon-Bewegung den Kampf an. Das teilte das Unternehmen aus San Francisco in seinem Unternehmensblog mit. Die Nutzungsbedingungen habe man geändert, so das Konten, die Inhalte der Bewegung verbreiten und Desinformation fördern nicht mehr unterstützt werden.

Außerdem habe man Konten, die von QAnon direkt stammten, aber auch von Sympathisanten der Bewegung von der Plattform entfernt. Zuvor hatte das Onlineportal Heise.de über die Sache berichtet. Ausgenommen von dem Verbot sind Nutzer, die die Inhalte der Bewegung analysierten um die Falschinformationen zu entlarven. Das Unternehmen begründet in seiner Stellungnahme den Schritt gegen QAnon mit dem abschreckenden Beispiel anderer Anbieter, die von Gruppen und Seiten der Bewegung überflutet worden seien.

Bedrohung im eigenen Land

Auch Facebook und YouTube haben in den vergangenen Wochen Inhalte der Verschwörungstheoretiker aus ihren Diensten entfernt. Die als rechtsradikal, antisemitisch und demokratiefeindliche eingestufte QAnon-Bewegung wird in den USA seit 2019 vom FBI als inländische Terrorbedrohung gelistet.

Bei Patreon können Künstler und Musiker direkt mit ihren Fans in Kontakt treten. Fans können hier, im Austausch gegen meist exklusiven Content, eine Art Patenschaft für ihr Idol übernehmen. Den Betrag, mit dem sie diesen Unterstützen wollen, können die Fans dabei selbst wählen.

(hoc/L'essentiel)

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