Deutscher Computerspielpreis

10. April 2019 14:25; Akt: 10.04.2019 14:41 Print

Politikerin irritiert in knalligem Latexoutfit

Die deutsche Digitalstaatsministerin hat mit einem ungewöhnlich knalligen Outfit für Aufsehen gesorgt. Da waren die Gewinner des Computerspielpreises fast Nebensache.

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Die deutsche Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (40) hat mit einem ungewöhnlich knalligen Outfit für Aufsehen gesorgt. Die CSU-Politikerin zeigte sich bei der Gala zum Deutschen Computerspielpreis am Dienstagabend in Berlin in einem mit mehreren Gürtelschnallen besetzten Latexkleid – bestehend aus einem hellblau-rosa Rock und einem pinken Oberteil.

«Ich hab mir gedacht: Was ist die Berliner Variante für das Dirndl? Und dann bin ich auf das hier gekommen», sagte Bär auf der Bühne zu Moderatorin Ina Müller. Die entgegnete: «Wenn es einer tragen kann, dann Sie.» Bei Instagram sagte die CSU-Politikerin auf Nachfrage, Designerin sei die in Berlin lebende Österreicherin Marina Hoermanseder.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der seine Parteikollegin begleitete, entschied sich dagegen für «die analoge Variante» – Anzug und Krawatte. «Weil ich eh nicht mithalten kann mit der bezaubernden Doro Bär.»

Im Internet sorgte der jugendliche Auftritt der CSU-Politikerin für Lob, aber auch für Spott. «Wichtigste Frage ist geklärt: @Dorobaer trägt eine Mischung aus Gürtelsammlung und Wonder Woman», twitterte ein Nutzer. Andere erinnerte Bär an die Comicfigur Jessica Rabbit.

Zum besten Spiel ist übrigens «Trüberbrook» aus der Spieleschmiede bildundtonfabrik ist gekürt worden. Die Macher des Games haben am Dienstagabend in Berlin bei der Verleihung den mit 110.000 Euro höchstdotierten Preis entgegengenommen.

Gamesbranche habe Vorreiterrolle

Bär stellte bei ihrer Rede die Bedeutung der Branche als Innovationsmotor und Wirtschaftsfaktor heraus. «Computerspiele vereinen Spaß und Innovationen und sind damit eine wichtige Triebfeder für die Digitalisierung», sagte Bär. Der Gamesbranche komme eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung von Technologien zu, von denen auch andere Medienbranchen profitierten.

Der Deutsche Computerspielpreis gilt als wichtigste Auszeichnung der Branche in Deutschland und wird vom Verband game gemeinsam mit der Bundesregierung verliehen. Preisgelder in Höhe von insgesamt 590.000 Euro stehen zur Verfügung.

«Trüberbrook» erhielt am Dienstag auch den Preis für die «Beste Inszenierung». Die Handlung des Adventure-Spiels entführt in eine deutsche Provinzidylle im Jahr 1967. Den amerikanischen Studenten Hans Tannhauser verschlägt es durch ein Preisausschreiben in das fiktive Trüberbrook. Nachdem ihm eine Abhandlung über Quantenphysik gestohlen wird und er auf die Paläoanthropologin Gretchen Lemke stößt, geht das Abenteuer los. Doch nicht nur die kuriose Geschichte zeichnet das Spiel aus: Die Entwickler von bildundtonfabrik modellierten die Hintergründe sämtlich von Hand und fotografierten sie anschließend ab. Mit Hilfe der Fotogrammetrie wurden die Szenen in dreidimensionale Ansichten umgewandelt, die die außergewöhnliche Atmosphäre des Spiels ausmachen.

(L'essentiel/dpa)

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