Olympia in Peking

29. November 2021 18:41; Akt: 29.11.2021 19:08 Print

Reporter ohne Grenzen rät Medien zur Vorsicht

Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) hat ausländische Medienvertreter vor den Olympischen Spielen vor einer möglichen Überwachung durch chinesische Behörden gewarnt.

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Journalisten, die nach China reisen, sollten keine Apps herunterladen, «die es den chinesischen Behörden ermöglichen könnten, sie zu überwachen». (Bild: DPA/Mark Schiefelbein)

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Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) hat den ausländischen Medien bei der Berichterstattung von den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar 2022) zur Vorsicht geraten und einen umfangreichen Empfehlungskatalog veröffentlicht. So sollten Journalisten, die nach China reisen, keine Anwendungen herunterladen, «die es den chinesischen Behörden ermöglichen könnten, sie zu überwachen», wird in einem am Montag veröffentlichten Statement («Medienvertreter müssen sich schützen») betont.

«Tun Sie alles, um die Gefahr von Druck von außen, sei es aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen, zu vermeiden, und prangern Sie jede redaktionelle Einmischung unverzüglich an. Weisen Sie jede Aufforderung zu Zensur und Überwachung zurück», heißt es unter anderem.

«Sie müssen sich vor den Manipulationsversuchen des Regimes in Acht nehmen»

Olympia biete Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping «eine wunderbare Gelegenheit, sein Image aufzupolieren und zu versuchen, über seine katastrophale Menschenrechtsbilanz hinwegzutäuschen – auch und gerade in Bezug auf die Presse- und Informationsfreiheit», sagte RSF-Geschäftsführer Christian Mihr laut Mitteilung.

Die Berichterstattung der Medien sei legitim, «aber sie müssen sich vor den Manipulationsversuchen des Regimes in Acht nehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Überwachung und möglichem Druck schützen». Auch der Deutsche Olympische Sportbund müsse «öffentlich und deutlich die Einhaltung von Pressefreiheit und Menschenrechten einfordern».

Laut Reporter ohne Grenzen sitzen in China «mindestens 127 Medienschaffende im Gefängnis – mehr als in jedem anderen Land der Welt. Das Land steht auf der Rangliste der Pressefreiheit 2021 auf Platz 177 von 180, nur zwei Plätze vor Nordkorea», heißt es in dem Aufruf der Nichtregierungs-Organisation.

(L'essentiel/dpa)

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