26 Millionen Rücklage

28. Februar 2021 21:04; Akt: 28.02.2021 21:10 Print

Robinhood verhandelt über Vergleich

Der durch die jüngsten Turbulenzen an der US-Börse in die Kritik geratene Wertpapier-Broker Robinhood verhandelt wegen verschiedener früherer Regelverstöße mit der Aufsicht.

storybild

Der Smartphone-Broker hat für einen Vergleich mit der US-Aufsicht Rücklagen gebildet. (Bild: DPA/Patrick Sison)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der durch die jüngsten Turbulenzen an der US-Börse in die Kritik geratene Wertpapier-Broker Robinhood verhandelt wegen verschiedener früherer Regelverstöße mit US-Aufsehern über einen Vergleich. Robinhood rechnet laut einer Mitteilung vom Freitag mit Kosten von mindestens 26,6 Millionen Dollar (22,0 Mio Euro). Es geht um mögliche Verletzungen von Vorschriften beim Handel mit Aktienoptionen und Ausfälle der Robinhood-App im März 2020.

Die Summe bezieht sich auf Verhandlungen mit der Finanzaufsicht Finra, doch auch andere US-Behörden haben Robinhood auf dem Kieker. Im Jahresbericht führt der Konzern Ermittlungen der Börsenaufsicht SEC sowie der Generalstaatsanwaltschaft und der Finanzaufsicht in New York auf, die einen Hackerangriff auf Nutzerdaten betreffen. In Massachusetts werfen Aufseher Robinhood vor, etwa durch unlauteres Marketing Finanzmarktgesetze in dem Bundesstaat verletzt zu haben.

Jede Menge rechtlichen Ärger

Ohnehin hat das Unternehmen jede Menge rechtlichen Ärger. So laufen auch Sammelklagen von Nutzern, die sich wegen technischer Pannen am Wertpapierhandel gehindert sahen oder dem Broker Fehler bei der Orderausführung vorwerfen. Darüber hinaus klagten rund 2000 Kunden, deren Konten angeblich beim Hackerangriff gekapert wurden. Weitere Sammelklagen gegen Robinhood drehen sich etwa um Verletzungen treuhänderischer Vertragspflichten zum Nachteil von Nutzern.

Zudem gibt es einen brisanten Rechtsstreit mit der Familie eines Kunden, der sich im Juni 2020 im Alter von 20 Jahren in der - falschen - Annahme das Leben genommen hatte, dass er enorme Verluste beim Handel mit Aktienoptionen erlitten habe. All diese Fälle sind unabhängig von den jüngsten Kontroversen um Handelsbeschränkungen bei heißgelaufenen Aktien einiger US-Firmen wie des Videospielhändlers Gamestop, die bereits zu neuen Ermittlungen und Sammelklagen führten.

(L'essentiel/DPA)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.