Südkorea

18. Januar 2021 08:49; Akt: 18.01.2021 10:42 Print

Samsung-​​Erbe muss wegen Korruption in Haft

Gefängnisstrafe für den Samsung-Erben: Lee Jae Yong muss wegen mutmaßlichen Korruptionsvorwürfen für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Es ist nicht seine erste Haftstrafe.

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Der Erbe des Elektronikkonzerns Samsung, Lee Jae Yong, muss wieder ins Gefängnis. Ein südkoreanisches Gericht verurteilte den 52-Jährigen am Montag zu zweieinhalb Jahren Haft wegen seiner mutmaßlichen Verwicklung in einen Korruptionsskandal. Das Hohe Gericht von Seoul befand Lee für schuldig, die damalige südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye und deren enge Vertraute bestochen zu haben, damit die Regierung die Fusion zwischen zwei Tochterunternehmen von Samsung unterstützt.

Anwälte von Lee hatten diesen als Opfer von Amtsmissbrauch beschrieben. Ob Lee Berufung gegen das Urteil einlegt, war zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von neun Jahren gefordert.

Zweite Haftstrafe wegen Korruption

Lee steht dem Samsung-Konzern als Vizepräsident vor. Er war 2017 zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, weil er Park und deren Freundin Choi Soon Sil umgerechnet rund 6,4 Millionen Euro an Schmiergeldern angeboten haben soll. 2018 wurde Lee aus der Haft entlassen, nachdem das Hohe Gericht seine Strafe auf zweieinhalb Jahre reduziert und die Strafe in eine Bewährungsstrafe umgewandelt hatte. Der Oberste Gerichtshof von Südkorea verwies den Fall 2019 wieder an das Hohe Gericht. Er beschloss, dass die Summe der von Lee mutmaßlich gezahlten Schmiergelder zu niedrig geschätzt worden sei.

Park und Choi haben Gefängnisstrafen von 22 Jahren beziehungsweise 18 Jahren bekommen.

(L'essentiel/DPA)

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