Strengere Regeln

18. September 2019 22:33; Akt: 18.09.2019 22:38 Print

Schluss mit dem Spotify-​​Abo für Freunde

Durch einen Familien-Account sparen Freunde viel Geld. Spotify dagegen fehlen diese Einnahmen. Neue Nutzungsbedingungen sollen dies ändern.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wer auf dem Musikstreamingdienst Spotify seine Lieblingstitel direkt und ohne Werbeunterbrechungen anhören will, kann dies nur mit einem Premium-Account. Für 9.99 Euro im Monat ist man dabei. Einigen Nutzern ist dieser Preis jedoch zu hoch.

Um Kosten zu sparen, greifen deshalb viele Freunde auf das Premium-Family-Abo von Spotify zurück: Für 14.99 Euro im Monat können bis zu sechs Mitglieder unabhängig voneinander Musik hören, das sind weniger als 2,50 Euro pro Kopf.

Familie ist nicht gleich Freunde

Dieses Vorgehen mag auf der Konsumentenseite gewinnbringend wirken, dem Streamingdienst entfallen dadurch aber Einnahmen. Bisher musste man bei Abschluss eines Family-Premium-Abos lediglich bestätigen, dass man im gleichen Haushalt wohnt.

Durch die aktualisierten Nutzungsbedingungen hat Spotify nun aber die Möglichkeit, zu prüfen, ob die angegebenen Nutzer tatsächlich Familienmitglieder sind und ihren Wohnsitz an derselben Adresse haben. So können neuerdings die Adressen verifiziert werden, etwa mit der automatischen Adresssuche von Google Maps. Stimmt der dort eingegebene Wohnort nicht mit demjenigen des Hauptnutzers überein, kann Spotify das Abo beenden.

Umstrittenes Vorgehen

Wie Theverge.com berichtet, sei dies nicht der erste Versuch des Unternehmens, gegen Kunden vorzugehen, die die Vorteile des Family-Abos nutzten. Bereits vergangenes Jahr forderte Spotify seine Nutzer auf, ihre genauen GPS-Koordinaten zu bestätigen, beendete jedoch den Test nach kurzer Zeit aufgrund von Datenschutzbedenken.

Unklar ist jedoch, in welchem Ausmaß Spotify diese Art der Kontoüberprüfung durchführen wird und ob es tatsächlich beabsichtigt, Abos zu beenden. In Foren ist man sich uneinig, ob ein Musikstreamingdienst nach dem Standort seiner Nutzer fragen darf, um das Ausnutzen seiner Angebote zu verhindern, oder ob es die Privatsphäre verletzt.

(L'essentiel/vhu)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.