Byte

29. Januar 2020 16:45; Akt: 29.01.2020 16:49 Print

Seine App ist erfolgreicher als Whatsapp und Tiktok

Der Entwickler Dominik Hofmann hat mit Byte einen Hit gelandet. Die App schnellte zum Release an die Spitze der Download-Charts. Das kann sie.

Auf der neuen Plattform Byte sind viele kreative Videos zu finden. (Video: 20M/Byte)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Was ist passiert?

Innerhalb von nur 24 Stunden auf Platz eins der Download-Charts im App Store: Byte hat im Januar in den USA die Giganten Whatsapp und Tiktok überholt. Zum Auftakt setzt sich die neue Plattform an die Spitze der Apple-Charts. Im Google Play Store schaffte es Byte in die Top 20 und in der Kategorie Social ebenfalls auf den ersten Platz. Dies zeigt eine Auswertung der Website Sensortower.com. In Australien, Neuseeland, Norwegen und Großbritannien war die App kurz nach dem Release ebenfalls in den Top 10.

Was kann diese App?

Waghalsige Stunts, verrückte Katzen, kreative Remixes: Byte ist eine Videoplattform für kurze Häppchen. Clips, die von Nutzern hochgeladen werden, sind nur sechs Sekunden lang. Sie laufen in einer Endlosschleife. Die Byte-Kamera bietet eine Stop-Motion-Funktion. Filter oder Sticker gibt es bisher nicht. Auch Musik ist bei Byte nicht vorhanden, im Gegensatz zu Tiktok, wo die Sound-Bibliothek ein zentraler Bestandteil ist. Vieles an Byte erinnert an die App Vine, die eine große Fangemeinde hatte. Twitter hat die App 2012 für 30 Millionen Dollar gekauft, wegen Einsparungen dann aber im Jahr 2017 eingestampft. Die App hatte zuletzt 200 Millionen aktive Nutzer.

Wer steckt dahinter?

Dominik Hofmann ist der Kopf hinter Byte. Der Programmierer und Unternehmer hat Vine zusammen mit Colin Kroll und Rus Jussupow im Jahr 2012 lanciert. Anfang 2014 verließ Hofmann das Unternehmen. Seither arbeitet er an anderen Projekten. Mit Byte wagt Hofmann jetzt einen Neuanfang. Die App ist kostenlos.

Die Konkurrenz

Byte steigt in einen hart umkämpften Markt ein. Der Platzhirsch ist Tiktok mit über 800 Millionen aktiven Nutzern pro Monat. In der Startphase will der Newcomer darum viele Creators anlocken – auch mit Geld. So hat Byte einen Test eines Partnerprogramms angekündigt. Damit sollen erfolgreiche Byte-Nutzer am Umsatz beteiligt werden. Mehr Details will Hofmann zu einem späteren Zeitpunkt verraten.

Wir haben bei Daniel Koss, Chef der Influencer-Agentur Yxterix, nachgefragt, wie er den Start der neuen Plattform beurteilt. Herr Koss, wo sehen Sie das größte Potenzial für die App?

Die Zeiten, in denen eine Plattform alle User unterschiedlichster Alters- und Interessengruppen vereint, sind vorbei. Anfänglich wird Byte sicher auf junge Nutzer abzielen. Die Zielgruppe der 11- bis 18-Jährigen hat Zeit, identifiziert sich stark mit Inhalten und Personen und kann eine loyale und aktive Community bilden, die eine Plattform dann wie verrückt auf anderen Plattformen via Crosspostings bekannt macht und so neue Audiences anzieht.

Kann Byte erfolgreicher werden als Vine?

Ja! Vine wurde von Fans geliebt. Wenn User ein Produkt lieben und das Geschäftsmodell dieses Mal besser ist, wird Byte extrem erfolgreich werden können. Da der Erfolg von Start-ups aber von vielen Faktoren abhängt, kann niemand die Zukunft von Byte vorhersehen. Die Software ist derzeit noch im Anfangsstadium, viele Features werden wohl noch folgen.

Ist die neue Plattform bei euren Influencern ein Thema?

Noch nicht. Falls sie in den USA jedoch funktionieren wird, werden wir sofort alle Influencer onboarden.

Was hältst du von der App? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare!

(L'essentiel/tob)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.