Warnung

27. Mai 2019 09:02; Akt: 27.05.2019 09:09 Print

So gefährlich ist LED-​​Licht für die Augen

Das blaue LED-Licht kann für die Augen schädlich sein. Negativ wirkt es auch auf den Schlaf, wie eine französische Behörde warnt.

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Das blaue Licht in LED-Lichtern kann die Netzhaut schädigen. (Bild: Andreea Alexandru)

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Die französische Lebensmittel- und Umweltbehörde Anses hat bestätigt, was schon länger vermutet wurde: Das blaue Licht in LED-Lichtern kann die Netzhaut schädigen.

Dies geht aus einem 460 Seiten starken Report (PDF) hervor, den die Behörde kürzlich veröffentlicht hat. Demnach läuft, wer über längere Zeit einem sehr intensiven LED-Licht ausgesetzt ist, Gefahr, dass seine Sehschärfe nachlässt.

Stört den Schlaf

Flackernde LEDs könnten zudem ermüdend wirken, Kopfschmerzen auslösen und das Unfallrisiko erhöhen, heißt es weiter. Besonders gefährdet durch blaues LED-Licht seien Kinder und Jugendliche.

Da traditionelle Lampen immer mehr verschwänden, sei die Zahl der Lichtquellen mit Leuchtdioden (light-emitting diodes, kurz LEDs) in den letzten Jahren stark angestiegen. Die Bevölkerung sei deshalb heute viel stärker blauem Licht ausgesetzt als noch vor wenigen Jahren, schreibt Anses. Je weißer oder kälter das Licht, desto größer ist der Blauanteil im Spektrum.

Kann ich mich schützen?

LEDs werden für die Haus- und Straßenbeleuchtung, in Büros und in der Industrie eingesetzt. LEDs finden sich zunehmend auch in Autoscheinwerfern, Taschenlampen und Spielzeugen.

Nicht alle LED-Lichter sind gefährlich: Handelsübliche LED-Lampen stellen bei sachkundiger Verwendung kein gesundheitliches Risiko dar, erklärt auch das Bundesamt für Gesundheit BAG in einem Infoblatt. Anses schreibt weiter man solle wenn immer möglich ein sogenannt warmweißes Licht (3000 Kelvin) nutzen. Der Großteil der erhältlichen LED-Leuchtmittel nutze sowieso diese Art von Licht. Anses empfiehlt zudem, generell mindestens 20 Zentimeter Abstand von LEDs zu halten. Bei Tisch- und Leselampen solle man diese so stellen, dass die LED-Chips nicht direkt sichtbar seien.

Handys, Tablets, Notebooks sind laut der Behörde nur ein kleines oder gar kein Risiko, da die Leuchtkraft der LED-Bildschirme eher gering sei. Dennoch können die Displays einen Einfluss auf Nutzer haben, da sie das Schlafmuster stören können, wenn Geräte in dunkler Umgebung verwendet werden. Vor dem Schlaf sollten Nutzer deshalb nicht auf ein Display schauen, so die Empfehlung.

(L'essentiel/tob)

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