Neue AGB

23. Februar 2021 14:37; Akt: 23.02.2021 15:16 Print

So setzt Whatsapp Nutzer unter Druck

Whatsapp aktualisiert seine Nutzungsbedingungen: Die Ankündigung sorgte zu Beginn des Jahres für Wirbel. Wer nicht zustimmt, wird eingeschränkt.

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Die Ankündigung im Januar 2021 löste ein großes Beben aus: Whatsapp gab damals bekannt, dass man die Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) des Messengers per 8. Februar ändern werde. Viele Nutzerinnen und Nutzer fühlten sich von der kurzen Frist unter Druck gesetzt. Es gab einen regelrechten Exodus und Wechsel zu Apps wie Signal oder Threema und zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer haben Whatsapp gelöscht.

Darum hat Facebook – die Entwicklerin von Whatsapp – mittlerweile die Frist für die Zustimmung verlängert, sie endet am 15. Mai 2021. «Dies um Nutzerinnen und Nutzern genügend Zeit zu geben, die AGB zu lesen», heißt es auf einer extra eingerichteten Support-Site. Außerdem will der Entwickler mit Bannern im Chatverlauf auf die kommende Änderung erneut aufmerksam machen.

Stumm geschaltet

Wer den Änderungen nicht zustimmt, muss mit Konsequenzen rechnen. So können Leute, die die AGB nicht akzeptieren, nicht mehr die «volle Funktionalität» des Messengers nutzen. Was das konkret heißt? «Du wirst zwar noch für eine kurze Zeit Anrufe und Benachrichtigungen erhalten, aber weder Nachrichten lesen noch welche senden können», erklärt Whatsapp.

Nutzerinnen und Nutzer haben allerdings auch nach dem 15. Mai noch die Möglichkeit zuzustimmen. Unklar ist, ob ein «Nein» zu den AGB bedeutet, dass der Account zu einem späteren Zeitpunkt gelöscht werden kann. Hier verlinkt die Firma auf Richtlinien für inaktive Accounts, diese würden «normalerweise nach 120 Tagen gelöscht werden».

Verwirrung um AGB

Doch um was geht es überhaupt in den neuen AGB? Es geht primär um die Nutzung der Daten. Doch nach der Ankündigung im Januar hat sich Verwirrung breit gemacht. So war vorerst nicht klar, dass die Änderungen nur Business-Profile und nicht Privatpersonen treffen. Außerdem ändert das Update laut Whatsapp nichts an den Daten-Regelungen in Europa. Whatsapp kann laut eigenen Angaben hierzulande nach wie vor keine Daten mit Facebook teilen, um ihre Produkte oder Werbung zu verbessern.

Allerdings ist vielen Whatsapp-Nutzerinnen und -Nutzern wohl nicht bewusst, dass sie schon im Jahr 2016 einem sehr beschränkten Datentausch zugestimmt haben. Facebook hat Whatsapp im Herbst 2014 für 22 Milliarden Dollar gekauft. So fließen zum Beispiel die Telefonnummer oder die Angabe, wie häufig man die App nutzt, zum Mutterkonzern, wenn man damals «ja» gesagt hat. Inhalte der Chats können nicht gelesen werden. Diese sind Ende-zu-Ende verschlüsselt.

(L'essentiel/Tobias Bolzern)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Octopus am 23.02.2021 15:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den Don Zuckerberg klaut legal Daten, de Mafioso.

  • jimbo am 23.02.2021 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Muss en jo net benotzen! Dei meescht halen sech vir sou wichteg dass hier Daten geklaut ginn, dass se sech bei Facebook doriwwer opreegen... An da ginn se bei Signal wou dServere an den USA stinn, oder Telegram wat de Russen geheiert. Oder gin mer bei Threema wou dSchwäiz daerf als net EU Land dran wullen?

Die neusten Leser-Kommentare

  • jimbo am 23.02.2021 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Muss en jo net benotzen! Dei meescht halen sech vir sou wichteg dass hier Daten geklaut ginn, dass se sech bei Facebook doriwwer opreegen... An da ginn se bei Signal wou dServere an den USA stinn, oder Telegram wat de Russen geheiert. Oder gin mer bei Threema wou dSchwäiz daerf als net EU Land dran wullen?

  • Octopus am 23.02.2021 15:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den Don Zuckerberg klaut legal Daten, de Mafioso.