Sichtbar gemacht

01. April 2018 19:08; Akt: 01.04.2018 19:08 Print

So sieht es aus, wenn du das iPhone X entsperrst

Mit 30.000 Infrarotpunkten identifizieren neue iPhones ihren Besitzer. Für uns ist das Spektrum unsichtbar. Eine Spezialkamera zeigt nun, wie das aussieht.

Sichtbar gemacht: Die 30.000 Infrarotpunkte des iPhone X. (Kamera: tobias-siebrecht.com / Schnitt: swe)

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Face ID – so nennt Apple die Gesichtserkennung, die im iPhone X steckt. Die Technologie hat den Fingerabdrucksensor ersetzt. Ein kurzer Blick genügt nun, um das Gerät zu entsperren. Die Bilanz nach fünf Monaten: Das funktioniert meist relativ zuverlässig, ist aber langsamer als das Entsperren mit dem Fingerabdruck. Etwas mühsam ist es, wenn man im Bett liegt. Hier hat es sich bewährt, sich auf die Seite zu drehen und das Telefon so vors Gesicht zu halten.

Spannend ist, was für Prozesse im Hintergrund geschehen. Es ist eine Symphonie von Abläufen. Die dafür benötigte Technik steckt im Sensorbalken oberhalb des Bildschirms.

Pulsierende Punkte

Zuerst kommt der sogenannte Punkprojektor zum Einsatz. Schaut man direkt aufs Gerät, ist dieser ganz rechts im Balken zu sehen. Er strahlt 30.000 pulsierende Infrarotpunkte aus. Das Lichtspektrum ist für unsere Augen nicht sichtbar. Wir haben dies mit einem Sony AX700 sichtbar gemacht. Mit dem Nightshot-Modus kann dieser Camcorder nämlich Infrarotlicht sehen.

Dreidimensionale Karte

Das obige Video zeigt, dass der Lichtkegel deutlich größer ist als eigentlich notwendig. Die Punkte strahlen nicht nur aufs Gesicht, sondern auch auf die Umgebung und den Oberkörper.

Die Infrarotkamera, die ebenfalls im Sensorbalken steckt, erfasst die Punkte, woraus mithilfe der sogenannten TrueDepth-Kamera eine 3-D-Karte des Gesichts erstellt wird. Die Daten liegen nicht als Gesichts-Scan vor, sondern als mathematische Repräsentation. Diese ist in einem seperaten Teil auf dem iPhone gespeichert und verschlüsselt. Stimmen die Zeichenketten überein, so wird das Gerät entsperrt.

Laut dem Hersteller wurde die Gesichtserkennung mit mehr als einer Milliarde Gesichtern trainiert. Face ID erkennt die Personen auch dann noch, wenn sie sich verändert, etwa einen Bart wachsen lässt oder plötzlich Brille trägt. Mühe hat das iPhone X nach wie vor mit gewissen Sonnenbrillen, wie schon unser Test von letztem Herbst zeigte.

Video: Stefan Wehrle

(L'essentiel/tob)

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