Gesetzesreform

22. Februar 2021 12:21; Akt: 22.02.2021 12:43 Print

Streit zwischen Australien und Facebook eskaliert

Der Streit zwischen der australischen Regierung und Facebook geht weiter: Nachdem der Internetriese Nachrichtenseiten gesperrt hatte, zieht die Regierung geplante Anzeigen zurück.

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Die Regierung werde geplante Anzeigen auf Facebook zurückziehen, sagte der australische Finanzminister Simon Birmingham am Montag. (Bild: DPA/Mick Tsikas)

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Der Streit zwischen der australischen Regierung und dem Internetriesen Facebook eskaliert. Die Regierung werde geplante Anzeigen auf Facebook zurückziehen, sagte der australische Finanzminister Simon Birmingham am Montag dem Sender «Radio National». Der Umsatzverlust für Facebook könnte sich pro Jahr auf 10,5 Millionen Australische Dollar (rund 6,8 Millionen Euro) belaufen, berichtete der Sender «ABC».

Facebook hatte am Donnerstag Nachrichtenseiten auf seiner Plattform für australische Nutzer gesperrt. Facebook-Nutzer können seither keine nationalen oder internationalen journalistischen Inhalte mehr teilen. Damit widersetzt das Unternehmen sich einem Gesetzesvorhaben der australischen Regierung, das künftig Google und Facebook dazu zwingen soll, örtliche Medienunternehmen zu bezahlen, wenn sie deren Inhalte verbreiten. Australien möchte damit erreichen, dass Werbeeinnahmen gerechter verteilt werden.

« Wir werden das nicht tolerieren »

Birmingham bezeichnete die Sperre der Nachrichtenseiten als «unangemessen» und beschuldigte Facebook, Einfluss auf «demokratische Systeme» nehmen zu wollen. «Wir werden das nicht tolerieren.» Die Regierung werde nicht von ihrem Gesetzesvorhaben abweichen.

Auch Deutschland steht eine Reform des Urheberrechts bevor. Dabei geht es um die Umsetzung einer EU-Richtlinie, die im Sommer 2019 beschlossen wurde und die bis Juni umgesetzt werden soll. Die Bundesregierung betont, der Gesetzesentwurf sehe einen fairen Interessenausgleich vor, von dem Kreative, Rechteverwerter und Nutzer gleichermaßen profitierten. Aber es regt sich auch Widerstand. Der Entwurf ist aber weniger radikal und die Debatte sind moderater als in Australien.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • JP jr am 22.02.2021 20:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach den Mist komplett abschalten. Es wird die Menschen wieder glücklicher und zufriedener machen.

  • anonym am 23.02.2021 04:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ JP jr: ist nicht möglich, internet ist überall!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • anonym am 23.02.2021 04:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ JP jr: ist nicht möglich, internet ist überall!

    • ech liewen ouni am 23.02.2021 08:43 Report Diesen Beitrag melden

      Virwat? Och wann et Internet gett, muss éen awer net ob FB sinn?

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  • JP jr am 22.02.2021 20:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach den Mist komplett abschalten. Es wird die Menschen wieder glücklicher und zufriedener machen.