Hybrid-Gerät

07. Februar 2013 18:19; Akt: 07.02.2013 18:35 Print

Surface Pro steht im Kreuzfeuer

Die US-Testberichte zum Surface Pro fallen zwiespältig aus. Der kostspielige Tablet-Laptop aus dem Hause Microsoft hat viel zu bieten, muss aber auch viel Kritik einstecken.

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In den USA kommt das Surface Pro am Samstag in den Verkauf. In der Nacht auf Mittwoch durften die US-Medien ihre Testberichte veröffentlichen. Die Bilanz ist durchzogen. Laut der Zusammenfassung der Nachrichtenagentur Reuters erhält der Tablet-Laptop aus dem Hause Microsoft viele negative Beurteilungen. Dies werfe einen Schatten auf die Ambitionen des Herstellers: Microsoft wolle insbesondere Apple Konkurrenz machen und trete mit dem Surface Pro gegen den Tablet-Marktführer iPad und das Laptop-Leichtgewicht MacBook Air an.

Die Hauptkritik am Surface Pro (ab 899 US-Dollar) betrifft die magere Akkuleistung. Laut dem US-Blog The Verge ist die Laufzeit der Batterie «frustrierend kurz». Das Gerät halte keine vier Stunden ohne Nachladen durch. Dies liege auch unter den Ansprüchen, die man an ein Ultrabook stelle. Bei Tablets gehe man gar von einer doppelt so langen Akkulaufzeit aus. Zwar sei das Surface Pro schnell und leistungsfähig, so richtig zu gebrauchen sei es nur auf dem Schreibtisch: zu groß, zu dick und zu abhängig vom Ladekabel.

Ein «Kompromiss»

Zum gleichen Schluss kommt Walter Mossberg vom «Wall Street Journal». Der renommierte Tech-Journalist bezeichnet den Akku als «erbärmlich». Sein Fazit: Das Surface Pro sei sowohl als Tablet als auch als Laptop ein Kompromiss.

Der Tech-Blog Engadget reitet ebenfalls auf der mageren Akkulaufzeit herum. Im Vergleich mit dem abgespeckten Surface RT sei das Design des Surface Pro spürbar dicker und sperriger. Dies liege auch an der erforderlichen Belüftung: Auf dem Surface Pro läuft ein vollwertiges Windows 8, das Rechnerherz besteht aus einem leistungsfähigen Intel-Prozessor. Das Urteil des Testers: Microsofts zweites Tablet lasse ihn noch nicht zur Kreditkarte greifen.

Der ideale Käufer?

Das Tech-Portal ZDNet beschreibt in seinem Testbericht den idealen Käufer für das Surface Pro: Jemand, der in einem großen Büro arbeite, ständig in Sitzungen in unterschiedlichen Räumen weile und dabei immer Zugang zu WLAN und Strom aus der Steckdose habe. Zwischendurch könnte man das Gerät auch außerhalb des Büros nutzen. Grundsätzlich helfe es, wenn man sich schon in der Welt der Microsoft-Produkte auskenne und damit verbunden sei. Urteil: Das Surface Pro dürfte kein Riesenhit werden für Microsoft. Zu viele Leute hätten zu viele gute Gründe, um von einem Kauf abzusehen.

(Quelle: youtube.com/ubergizmodotcom)

(L'essentiel Online/dsc)

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