Kanada

18. September 2020 14:20; Akt: 18.09.2020 14:36 Print

Tesla-​​Fahrer wird schlafend gestoppt – mit Tempo 150

Ein Autofahrer in Kanada hat das Fahrassistenz-Programm seines Tesla etwas zu ernst genommen. Er kippte die Sitze zurück und legte sich in voller Fahrt für ein Nickerchen hin.

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Auf einer Autobahn in Kanada hat die Polizei einen 20 Jahre alten Fahrer gestoppt, der sich bei hohem Tempo in einem Tesla zum Schlafen gelegt hatte.

Das Elektroauto sei bei mehr als 140 Kilometern pro Stunde im Fahrassistenz-Programm unterwegs gewesen, teilte die Polizei am Donnerstag (Ortszeit) mit. Sowohl der Sitz des Fahrers als auch der des Beifahrers seien komplett zurückgelehnt gewesen und beide Insassen schienen zu schlafen. Als die Streife das Blaulicht eingeschaltet habe, habe das Auto automatisch auf 150 Stundenkilometer beschleunigt. Erlaubt war an der Stelle Tempo 110.

Sicherheitssysteme umgehen

Er habe so etwas in seinem Leben noch nicht gesehen, schilderte der Beamte Darrin Turnbull den Vorfall im staatlichen Sender CBC. «Ich bin seit 23 Jahren bei der Polizei, den Großteil davon bei der Verkehrspolizei, aber ich bin sprachlos. Niemand schaute aus der Frontscheibe, um zu sehen, wohin das Auto fuhr.»

Das als «Autopilot» bekannte System sei ein fortgeschrittenes Fahrassistenz-Programm, aber selbst steuern müsse man den Wagen schon. Autos könnten allerdings entgegen den Empfehlungen des Herstellers nachträglich manipuliert werden, um Sicherheitssysteme zu verändern oder zu umgehen.

Kritik am «Autopilot»

Nachdem das Auto schließlich angehalten werden konnte, zeigte die Polizei den 20-Jährigen wegen zu schnellen Fahrens an und entzog ihm wegen Übermüdung für 24 Stunden den Führerschein. Nach einer Untersuchung wurde er später noch wegen gefährlichen Fahrens angeklagt. Im Dezember muss er vor Gericht erscheinen. Der Vorfall ereignete sich Anfang Juli nahe Ponoka in der Provinz Alberta, wurde aber erst jetzt publik gemacht. Ein Anrufer hatte die Polizei damals alarmiert.

Tesla-Chef Elon Musk hatte sich im August mit deutlichen Worten zur Kritik am Fahrassistenzprogramm «Autopilot» geäußert. Der Begriff sei keineswegs missverständlich, sagte er damals dem Fachblatt Automobile News. Die Aufregung darum sei «idiotisch». Tesla war nach mehreren tödlichen Unfällen vorgeworfen worden, durch die Bezeichnung zu suggerieren, dass es sich um eine Technik zum autonomen Fahren und nicht nur um ein Assistenzprogramm handle.

(L'essentiel/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ech am 08.10.2020 20:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jo Vollerten lossen sech jo och feieren vum Auto.

  • De_klenge_Fuerzkapp am 18.09.2020 20:46 Report Diesen Beitrag melden

    Dreck nennt man dieses System, Dreck.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ech am 08.10.2020 20:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jo Vollerten lossen sech jo och feieren vum Auto.

  • De_klenge_Fuerzkapp am 18.09.2020 20:46 Report Diesen Beitrag melden

    Dreck nennt man dieses System, Dreck.

    • Werther am 21.09.2020 08:37 Report Diesen Beitrag melden

      Wenn die Meldung stimmt, kann es nicht so schlecht sein. Dann kann man schlafen und es passiert trotzdem nix.

    • De_klenge_Fuerzkapp am 21.09.2020 14:46 Report Diesen Beitrag melden

      Géi du mol weider schlofen . . . *facepalm*

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