In den USA

26. Februar 2021 14:50; Akt: 26.02.2021 15:00 Print

Tiktok bezahlt 92 Millionen Dollar Wiedergutmachung

Das chinesische Unternehmen soll private Daten seiner User gespeichert und an Dritte weitergegeben haben. Für Tiktok ist die Übereinkunft kein Schuldgeständnis.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Tiktok hat zugestimmt, in den USA eine große Wiedergutmachung zu bezahlen, um einen Rechtsstreit um eine Sammelklage ein für alle Mal zu beenden. Konkret kam es am Donnerstag zwischen den Klägern und dem Social-Media-Unternehmen zu einer Übereinkunft über 92 Millionen Dollar.

Der Rechtsstreit war entbrannt, da Tiktok beschuldigt worden war, private Daten wie beispielsweise biometrische Informationen von Nutzerinnen und Nutzern illegal abzuspeichern und für die Schaltung gezielter Werbung zu verwenden. Außerdem soll Tiktok die persönlichen Informationen der Userinnen und User an andere Unternehmen weitergegeben haben.

Konkret vereint die Sammelklage 21 unterschiedliche Klagen, die sich alle auf die Verletzung der Privatsphäre der Userinnen und User beziehen. So soll Tiktok beispielsweise die Gesichter der Nutzerinnen und Nutzer analysiert haben, um ihr Geschlecht, ihre Herkunft und ihr Alter zu ermitteln.

Kein Schuldgeständnis

Die Übereinkunft über die Bezahlung sei allerdings kein Schuldgeständnis, heißt es bei Tiktok. «Wir sind mit den Anschuldigungen der Klage nicht einverstanden. Aber wir bevorzugen es, uns auf unsere Bemühungen zu fokussieren, eine sichere und angenehme Nutzererfahrung für unsere Tiktok-User zu kreieren, anstatt uns einem Rechtsstreit zu widmen», so ein Tiktok-Sprecher gegenüber «Cnet.com».

Tiktok hat sich dennoch bereit erklärt, einige Praktiken, die die Privatsphäre seiner Nutzerinnen und Nutzer verletzen könnte, zukünftig zu unterlassen. Ausnahmen bilden Fälle, die in den Nutzungsbedingungen deutlich dargelegt werden.

Die 92 Millionen Dollar, die sich das Unternehmen zu bezahlen bereiterklärt hat, sollen nun für die Kompensation von Tiktok-Usern eingesetzt werden. Wie dies genau geschehen soll, ist noch unklar. Außerdem muss die Einigung noch von einem Gericht in den USA bestätigt werden.

(L'essentiel/Dominique Zeier)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.