Bösartige Apps

06. August 2020 14:48; Akt: 06.08.2020 14:49 Print

Twitter warnt vor Sicherheitslücke

Eine Pop-up-Warnung begrüßt momentan Twitter-Nutzer auf Android-Geräten. Darin heißt es, dass eine gefährliche Sicherheitslücke entdeckt worden sei.

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Wer über ein Android-Smartphone verfügt und am Mittwoch oder Donnerstag die Twitter-App geöffnet hat, ist mit einer Sicherheitsmeldung begrüßt worden. Darin heißt es: «Wir haben vor kurzem ein Sicherheitsproblem bei Version 8 und 9 des Betriebssystems Android entdeckt, von dem du möglicherweise betroffen warst. Soweit wir wissen, haben 96 Prozent aller Nutzer von Twitter für Android bereits ein Android-Sicherheits-Patch installiert, das sie vor dieser Schwachstelle schützt.»

Dies bedeutet allerdings auch, dass nach wie vor vier Prozent aller Twitter-Nutzer Gefahr laufen, durch weitere bösartige Apps persönliche Daten, die in der Twitter-App gespeichert sind, ohne ihr Wissen preiszugeben. Ebenfalls ist es diesen Apps dank der Lücke möglich, die Privatnachrichten der Nutzer zu lesen. Auch wenn sich vier Prozent nach einem kleinen Bruchteil der Twitter-Gemeinde anhört, sind es dennoch mehrere zehn Millionen Nutzer, die potenziell betroffen sind.

Unklar, ob Schwachstelle ausgenutzt wurde

Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass Hacker die Schwachstelle, die entdeckt wurde, tatsächlich ausgenutzt haben, heißt es von Twitter. «Wir können aber nicht absolut sicher sein», wird laut BBC jedoch eingeräumt. Nicht kommuniziert wird, wie lange die Schwachstelle bereits aktiv war.

Um sicherzustellen, dass man auch in Zukunft vor ähnlichen Sicherheitslücken geschützt ist, sollten Smartphone-Nutzer sicherstellen, Apps nur aus vertraulichen Quellen wie dem App-Store oder dem Google Play Store zu installieren. Außerdem sollte sichergestellt werden, dass jegliche Apps und auch das Betriebssystem des Handys stets auf dem neuesten Stand und die neusten Updates installiert sind.

Die neuste Sicherheitswarnung von Twitter kommt nur wenige Wochen nach einem der größten Hacks der Geschichte des Unternehmens. Dabei waren die Konten zahlreicher Prominenter gekapert worden, darunter der frühere US-Präsident Barack Obama, Microsoft-Gründer Bill Gates und Tesla-Chef Elon Musk. Auch Firmen-Accounts, etwa von Apple, wurden gehackt. Die Accounts riefen Nutzer in Tweets dazu auf, Kryptowährung Bitcoin auf ein bestimmtes Konto zu schicken – verbunden mit dem Versprechen, den Betrag doppelt zurückzuzahlen. Dabei kamen nach Angaben der Ermittler mehr als 100.000 US-Dollar zusammen.

(L'essentiel/Dominique Zeier)

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