Urteil in Amsterdam

13. September 2021 12:42; Akt: 13.09.2021 12:52 Print

Uber muss Fahrer fest anstellen

Der amerikanische Taxidienst muss nach einem Urteil in den Niederlanden Fahrer, die für das Unternehmen Kunden befördern ordentlich beschäftigen.

storybild

ARCHIV - 11.04.2019, Nordrhein-Westfalen, Köln: Die Uber App auf einem Smartphone. (zu dpa «Uber verdoppelt Umsatz - Anleger trotzdem enttäuscht») Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (Bild: Oliver Berg)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Mobilitätsdienst Uber muss in den Niederlanden nach einem Gerichtsurteil seine Fahrer fest anstellen. Die Selbstständigkeit der Fahrer bestehe «nur auf dem Papier», daher fielen sie unter den Tarifvertrag für Taxifahrer, urteilte ein Gericht in Amsterdam am Montag und gab damit dem Gewerkschaftsbund FNV recht. «Die rechtliche Beziehung zwischen Uber und den Fahrern erfüllt alle Merkmale eines Arbeitsvertrages.»

Das Gericht sah deutliche Beweise für eine «moderne Arbeitgeber-Autorität». Die Fahrer seien abhängig von den Algorithmen der App, er dürfe auch nur wenige Fahrten ablehnen, und das Unternehmen entscheide über den Fahrpreis.

Gewerkschaft klagt gegen Uber

Der FNV hatte Uber verklagt und von einer Scheinselbstständigkeit gesprochen. Das Urteil ist nach Auffassung des FNV ein «wichtiges Signal gegen die Scheinselbstständigkeit». Das Unternehmen hatte aber erklärt, dass die Fahrer, die die App nutzen, selbstständige Unternehmer seien. Uber kündigte Berufung gegen das Urteil an.

Zuvor hatte es ähnliche Urteile auch in anderen Ländern wie Großbritannien gegeben. In Deutschland funktioniert Uber nach rechtlichen Auseinandersetzungen um den Wettbewerb mit der Taxi-Branche ohnehin anders: Hierzulande fungiert Uber nur als Vermittlungsplattform. Die Fahrten werden von Mietwagenunternehmen ausgeführt, bei denen die Fahrer zumeist fest angestellt sind.

(L'essentiel/DPA )

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kaa am 13.09.2021 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Een éischten Schratt géint « Scheinselbständigkeit » an d’Exploitatioun vum Mensch am Niedregloun Sektor? Schéin wär ett.

  • Valchen am 14.09.2021 18:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dann as Et jo well,……… éng Taxi Gesellschaft!? :-)) what a novel idea! NOT!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Valchen am 14.09.2021 18:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dann as Et jo well,……… éng Taxi Gesellschaft!? :-)) what a novel idea! NOT!

  • kaa am 13.09.2021 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Een éischten Schratt géint « Scheinselbständigkeit » an d’Exploitatioun vum Mensch am Niedregloun Sektor? Schéin wär ett.