Gegen Fake-News

05. August 2020 11:05; Akt: 05.08.2020 11:13 Print

Whatsapp will Nachrichten auf Richtigkeit prüfen

Der Instant-Messaging-Service nimmt einen neuen Schritt auf dem Weg zur Bekämpfung von Fake News. Neu sollen weitergeleitete Nachrichten direkt mit einer Google-Suche überprüft werden können.

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Falschnachrichten zirkulieren überall im Internet und auf jeder Social-Media-Plattform. Besonders heimtückisch sind sie aber dann, wenn sie uns von Bekannten und Freunden direkt und privat zugeschickt werden, denn diesen Kontakten wird viel eher vertraut als einer anonymen oder unbekannten Quelle. Dies geschieht oft via Instant-Messaging-Plattformen wie Whatsapp. Nun möchte das Unternehmen gegen die Verbreitung solcher Fake News vorgehen.

Zu Diesem Zweck hat Whatsapp in einigen Ländern eine neue Funktion lanciert, die es dem Nutzer möglich macht, verschickte Informationen rasch und effizient zu überprüfen. So wird in einem ersten Schritt angezeigt, wenn man eine Nachricht erhält, die mehrere Male weitergeleitet wurde. Diese Nachricht ist mit zwei Pfeilen und dem Wort «weitergeleitet» gekennzeichnet.

«Einfacher Weg, Informationen zu überprüfen»

Außerdem wird neu neben solchen Nachrichten ein Lupen-Symbol angezeigt. Klickt man darauf, poppt ein Fenster auf, das erfragt, ob mach nach dieser Information im Internet suchen möchte. Tue man dies, müsse die Suche auf Google geladen werden. Whatsapp selbst kann die Nachricht nach wie vor nicht mitlesen.

«Damit möchten wir unseren Nutzern einen einfachen Weg bieten, Informationen zu überprüfen», heißt es in einem Statement von Whatsapp. «Denn so können die User auf einfache Art und Weise selbst eine kurze Recherche durchführen und andere Informationen und Quellen zum Thema hinzuziehen.»

Anders als bei Facebook

Es handelt sich dabei um eine elegante Lösung, die die Verantwortung in die Hände der Nutzer legt. Denn im Gegensatz zu Plattformen wie Facebook oder Tiktok ist es auf Whatsapp für das Unternehmen viel schwieriger, gegen Fake News vorzugehen. Denn anders als beispielsweise bei Facebook sind die Nachrichten, die verschickt werden, nicht öffentlich als Posts einsehbar, sondern bei den Sendern und Empfängern Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das Unternehmen selbst hat also gar keinen Zugriff auf den Inhalt der Nachrichten und kann diesen folglich nicht regulieren.

Seit Dienstag ist dieses Feature in Großbritannien, den USA, Irland, Italien, Spanien, Brasilien und Mexiko aufgeschaltet. Bewährt sich dieses, kann wohl bald auch der Rest der Welt davon profitieren.

(L'essentiel/Dominique Zeier)

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