Huawei

12. Juni 2019 08:14; Akt: 12.06.2019 08:24 Print

«Wir stehen nackt vor der Welt»

Die USA verdächtigen den chinesische Technologie-Riesen Huawei, seine unternehmerische Tätigkeit zu nutzen, um Spionage für China zu betreiben. Das Unternehmen wehrt sich.

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Huawei, einer der größten Telekommunikationsausrüster der Welt, wird von den US-Behörden seit langer Zeit verdächtigt, seine unternehmerischen Aktivitäten zur Spionage für China zu nutzen. Als Konsequenz sollen Verbündete der USA beim Aufbau von 5G-Netzen auf Huawei verzichten. Zu den Vorwürfen wurden bislang jedoch keine Beweise vorgelegt.

Am Montag erklärte John Suffolk, der Chef für Cybersicherheit bei Huawei, gegenüber britischen Abgeordneten, dass seine Firma keine Verbindungen zur chinesischen Regierung habe. Sie seien weder von China noch von einer anderen Regierung je angefragt worden, etwas zu tun, was die Sicherheit ihrer Produkte verletze.

Technische Prüfung

Außenstehende seien eingeladen, die Produkte von Huawei zu untersuchen und technische Fehler oder Fehler bei der Programmierung zu finden. Suffolk sagte dazu: «Wir stehen nackt vor der Welt, aber wir ziehen es vor, es so zu tun, weil es uns ermöglicht, unsere Produkte zu verbessern.»

Dazu ergänzte er, dass Huawei wolle, dass Fehler gefunden würden. «Ob einen oder tausend, das ist uns egal. Wir schämen uns nicht dafür, was die Leute finden», sagte der Vertreter von Huawei. Suffolk wurde vom britischen Parlament eingeladen, Fragen über die Sicherheit der Ausrüstung und allfällige Verbindungen zur chinesischen Regierung zu beantworten.

Keine Netzwerke

Die Abgeordneten fragten unter anderem auch, ob es für Huawei möglich wäre, aus der Ferne auf das 5G-Netzwerk im Vereinigten Königreich zuzugreifen. Suffolk bemerkte daraufhin, dass Huawei nur die Technik liefere. «Wir betreiben keine Netzwerke ... und deshalb haben wir keinen Zugriff auf Daten, die auf diesem Netzwerk zirkulieren.»

Der Gast erklärte auch, dass Huawei nur einer von insgesamt rund 200 Herstellern sei, die Material für ein 5G-Netz liefern. Und bei Hardware von Huawei selbst würden nur etwa 30 Prozent vom Konzern stammen. Der Rest würde von Herstellern weltweit eingekauft und vor dem Einsatz geprüft, um Sicherheitsprobleme zu verhindern.

(L'essentiel/swe)

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