Gegen QAnon

16. Oktober 2020 10:33; Akt: 16.10.2020 10:35 Print

Youtube geht gegen Verschwörungstheorien vor

Es ist auf der beliebten Videoplattform nicht mehr erlaubt, QAnon-Inhalte zu teilen. Somit folgt Youtube dem Beispiel anderer Plattformen wie Twitter oder Facebook.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach Twitter und Facebook verschärft nun auch Youtube sein Vorgehen gegen die Verschwörungstheorien-Bewegung QAnon. Googles Videoplattform kündigte am Donnerstag an, dass künftig mehr Inhalte mit Verschwörungstheorien entfernt werden sollen, mit denen Gewalt gerechtfertigt werde. Dabei verwies Youtube in dem Blogeintrag ausdrücklich auf QAnon.

Die zentrale Behauptung der QAnon-Anhänger ist, dass es eine Verschwörung gegen US-Präsident Donald Trump in den tieferen Schichten des US-Regierungsapparats gebe. Außerdem behaupten sie oft, prominente Politiker der Demokratischen Partei in den USA ließen sich mit Hormonen behandeln, die aus dem Blut von Kindern gewonnen würden. Ein Strang davon war die «Pizzagate»-Theorie, die dazu führte, dass Ende 2016 ein bewaffneter Mann in eine Pizzeria in Washington stürmte, um dort angebliche gefangen gehaltene Kinder zu befreien. Er wurde von der Polizei festgenommen, niemand wurde verletzt.

Zugleich untersagt es Youtube, Nutzer dadurch anzugreifen, dass man sie als Anhänger von QAnon oder «Pizzagate» beschimpft.

Twitter und Facebook als Vorreiter

Facebook hatte Anfang Oktober angekündigt, alle Seiten und Gruppen zu löschen, die QAnon vertreten. Das gelte auch für Instagram-Accounts. Mitte August hatte Facebook zunächst nur angekündigt, gegen QAnon-Anhänger vorzugehen, wenn sie Gewalt androhten oder sich darüber unterhielten. Twitter hatte bereits im Juli QAnon-Anhänger ausgesperrt und mehrere Tausend Accounts blockiert.

QAnon gewann in den vergangenen Monaten weiter an Bekanntheit in den USA. Bei der Parlamentswahl, die zusammen mit der Präsidentenwahl am 3. November ansteht, sind aufseiten der Republikaner mehrere Kandidaten im Rennen, die Sympathien für das QAnon-Gedankengut gezeigt haben. Auch Trump verbreitete auf Twitter wiederholt Inhalte von QAnon-Anhängern weiter.

(L'essentiel/SDA)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MisterKanister am 20.10.2020 10:14 Report Diesen Beitrag melden

    Mam Verbidden vun gewessen Inhalter validéiert een nemmen nach méi desen Contenu. Vlaicht keen soueen Intelligenten Schachzug!

  • same thing am 16.10.2020 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Fréier hu se Bicher verbrannt...

  • egaalwaat am 17.10.2020 01:00 Report Diesen Beitrag melden

    lächerlich aber es gibt noch andre Videoplattformen

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • MisterKanister am 20.10.2020 10:14 Report Diesen Beitrag melden

    Mam Verbidden vun gewessen Inhalter validéiert een nemmen nach méi desen Contenu. Vlaicht keen soueen Intelligenten Schachzug!

  • mp3 am 18.10.2020 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Omg, dei bicher verbrennung an der na zeit, mat qanon theorien gleich ze setzen ass den greissren blödsinn. Daat war kulturell literatur oder naturwissenschaftlech fakten oder bicher dei vun juden geschriwen sin. An net esou eng dämlech theorie dei weder kapp bach fouss huet. Ech sin och fir meenungsfreiheet bei dei hellt ob wenn an dei d’rechter vun anner leit angreift.

    • @mp3 am 19.10.2020 12:13 Report Diesen Beitrag melden

      ben wou fänkt daat dann un an wou hällt et op , ass schons e graven Agrëff vun der Meenungsfraiheet och wann ech net vill vu sou enge Verschwörungstheorien haalen!

    einklappen einklappen
  • egaalwaat am 17.10.2020 01:00 Report Diesen Beitrag melden

    lächerlich aber es gibt noch andre Videoplattformen

    • @egaalwaat am 19.10.2020 12:13 Report Diesen Beitrag melden

      eben, ändert gar nichts!

    einklappen einklappen
  • same thing am 16.10.2020 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Fréier hu se Bicher verbrannt...