IN POLEN UND DER UKRAINE
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Euro 2012

08. Juni 2012 11:35; Akt: 08.06.2012 12:28 Print

Polen mit Bundesliga-Power

Polen will mit einem Auftaktsieg die EM-Stimmung im eigenen Land so richtig anheizen. Das Spiel Russland gegen Tschechien wird ein Duell zwischen zwei Arsenal-Stars.

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Das Eröffnungsspiel findet im renovierten Warschauer Nationalstadion statt. (Bild: AFP)

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Angetrieben von geballter Bundesliga-Power starten Polens Fußballer mit großem Selbstvertrauen in ihre Heim-EM. «Die Drei sind das Skelett unserer Mannschaft», sagte Trainer Franciszek Smuda vor dem Eröffnungsspiel am Freitag (18.00 Uhr/ARD) gegen Griechenland über Jakub Blaszczykowski, Robert Lewandowski und Lukasz Piszczek vom deutschen Meister Borussia Dortmund.

Anders als in Portugal 2004 sollen die Außenseiter von der Akropolis nicht für eine erste Turnierüberraschung schon im Eröffnungsspiel sorgen. Blaszczykowski sehnt einen eigenen Traumstart in das größte Sportevent der Landeshistorie herbei: «Ich glaube, das wird unser wichtigstes Spiel - praktisch ein kleines Finale.»

Fünf «Deutsche» zum Auftakt für Polen

In Polen ist das Double-Trio aus Dortmund allgegenwärtig. Auf riesengroßen Plakaten werben die drei polnischen Nationalspieler der Borussia landesweit für die EM. Der 1,75 Meter große Blaszczykowski wird sogar zum Riesen: Die komplette Front eines gut 60 Meter hohen Bürohauses im Zentrum von Warschau ziert ein Foto des jubelnden Kapitäns. Wie seine kongenialen Vereinskollegen genießt «Kuba» in Polen Kultstatus.

Kaum ein anderer EM-Trainer setzt so stark auf Bundesliga-Legionäre wie Smuda. Zur Startformation gegen den Überraschungs-Europameister von 2004 dürften neben den drei Dortmundern auch Sebastian Boenisch (Werder Bremen) und der einstige deutsche U 21-Nationalspieler Eugen Polanski (FSV Mainz) gehören. Inständig hofft der Coach, dass sich die glänzende Form der drei deutschen Meister und Pokalsieger auf sein gesamtes Team überträgt.

Arsenal-Stars unter sich

Im zweiten Spiel der Gruppe A treffen am Freitag (20.45 Uhr/ARD) Russland und Tschechien aufeinander. Im Fokus steht dabei das Duell der Arsenal-Stars Andrej Arschawin und Tomas Rosicky. Der Sieger dieser Partie kann die weiteren Vorrundenspiele mit frischem Selbstvertrauen angehen, der Verlierer steht schon im nächsten Match unter Zugzwang. «Wir wollen unserem Trainer einen großen Abschied bescheren», sagte Arschawin mit Blick auf den niederländischen Coach Dick Advocaat, der nach dem Turnier zur PSV Eindhoven geht.

Bei der EM in Österreich und der Schweiz stürmten die Russen bis in die Vorschlussrunde, wurden dort jedoch vom späteren Europameister Spanien mit 3:0 entzaubert. Arschawin betont, dass die mit einem Schnitt von 28,4 Jahren älteste EM-Mannschaft aus den taktischen Fehlern der Vergangenheit gelernt habe und sich nicht mehr so leicht überrumpeln lasse. Der 31-Jährige ist sicher: «So ein 0:3 passiert uns jetzt nicht mehr.»

(L’essentiel Online / dpa)

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