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01. Juli 2012 19:09; Akt: 01.07.2012 22:59 Print

Spaniens Sieg gegen die Geschichte

Noch nie hat es ein Team geschafft, drei große Turniere in Folge zu gewinnen. Spanien konnte dieses Kunststück gegen Italien vollbringen.

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Spanien konnte im EM-Final 2012 Geschichte schreiben: Noch nie konnte ein Team drei Titel in Folge holen. Spaniens Dominanz im Weltfußball seit 2008 ist beeindruckend. Das finden auch die Akteure selbst: «Drei Finals in vier Jahren zu erreichen - ich weiß nicht, ob es das in der Geschichte schon mal gegeben hat, aber das ist der Wahnsinn», sagte Cesc Fàbregas nach dem Halbfinal-Sieg seines Teams gegen Portugal.

Wahnsinn ja, aber Spanien ist nicht die einzige Nation, der dieses Kunststück gelungen ist. Einmal hatte ein Land die Möglichkeit die Kombination aus EM, WM und wieder EM zu schaffen. 1976 stand die deutsche Nationalmannschaft im EM-Final gegen die Tschechoslowkei – nachdem sie zuvor an der EM 1972 in Belgien und an der WM 1974 in der Heimat triumphiert hatten.

Deutschland und Frankreich scheitern

Das EM-Endspiel 1976 ist aus verschiedenen Gründen in die Geschichte eingegangen. Aber nicht, weil sich die Deutschen den dritten Titel in Folge gesichert hätten. Die Partie endete erst nach dem Elfmeterschießen. Uli Hoeness drosch als vierter Schütze den Ball in den Belgrader Nachthimmel. Dann kam Antonin Panenka. Er schnappte sich den Ball, legte ihn zurecht, nahm Anlauf - und lupfte das Leder dann so sanft wie frech in die Mitte des Tores. Noch heute wird er imitiert. Fazit: Die Tschechoslowakei wird Europameister, nicht Deutschland.

Die Chance, drei Titel nacheinander zu holen, hatten auch die Franzosen, allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Nachdem sich Zinédine Zidane und Co. 1998 in Frankreich den WM-Titel sicherten, triumphierten sie auch zwei Jahre später an der EM in Holland und Belgien. 2002 hatten die Franzosen dann am WM-Turnier in Südkorea und Japan nichts mehr zu lachen. Sang- und klanglos schied der Titelverteidiger bereits in der Gruppenphase aus. Nur einen Punkt gewannen die «Bleus».

Zusatzmotivation für die Spanier

Spanien hat nun also die Chance, das zu schaffen, was Deutschland und Frankreich verwehrt blieb. «Jetzt wollen wir den Pokal auch mit nach Hause nehmen», tönte Mittelfeldorganisator Xabi Alonso. Die Motivation für den Final gegen die Italiener stimmt also.

(L'essentiel Online/fbu)

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