«Rock am Ring»

09. Juni 2016 13:38; Akt: 09.06.2016 18:50 Print

Besucher fordern Teil des Eintritts zurück

MENDIG - Unwetter haben zum Abbruch von «Rock am Ring» geführt. Mehrere Besucher verlangen nun Geld für ihre Eintrittskarten zurück.

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Mehrere Besucher des Musikfestivals «Rock am Ring» wollen wegen des wetterbedingten Abbruchs Geld zurück. Bislang hätten sich 21 Betroffene der Forderung angeschlossen, sagte am Donnerstag der Anwalt Andreas Tryba, der die Festivalbesucher nach eigenen Angaben vertritt. «Die Chance auf eine Teilrückerstattung des Ticketpreises ist sehr groß.» Zuvor hatte die «Rhein-Zeitung» (Koblenz) über die Forderungen berichtet.

Tryba zufolge wollte seine Kanzlei noch am Donnerstag ein Schreiben an «Rock am Ring»-Macher Marek Lieberberg schicken. Ziel sei eine außergerichtliche Einigung. «Es ist keiner daran interessiert, dass man das vor Gericht bringt.» Man warte nun auf eine Reaktion von Lieberberg und dessen Versicherung.

Versicherung hält sich bedeckt

Versicherer des Festivals ist das Düsseldorfer Unternehmen Ergo, wie eine Sprecherin bestätigte. Zum weiteren Vorgehen mit den Forderungen der Besucher machte sie keine Angaben.

In der Regel sichern sich Veranstalter derart großer Events dem Karlsruher Anwalt Thomas Waetke zufolge mit einer Ausfallversicherung ab. Bei einer Absage - etwa wegen Unwettern - gebe es dann den möglicherweise entgangenen Gewinn zurück. Welche Schäden genau abgedeckt seien, hänge aber stark vom Vertrag ab.

Bei dem Musikfestival in der Eifel waren am vergangenen Wochenende mehr als 70 Besucher durch Blitzeinschläge verletzt worden. Am Sonntag folgte dann wegen weiterer drohender Unwetter der Abbruch. Die Gemeinde Mendig entzog Lieberberg die Genehmigung zur Fortsetzung des Festivals mit rund 90 000 Besuchern. Seither streiten Veranstalter und Behörden über die Entscheidung.

Schadenersatz unwahrscheinlich

Offen bleibt, wie viel Geld die Besucher zurückbekommen könnten. «Wir setzen 50 Prozent des Ticketpreises an», sagte Tryba. Schließlich seien am Sonntag zwei Haupt-Acts ausgefallen, hinzu komme die Unterbrechung am Samstag.

Über eine Teilerstattung des Ticketpreises hinaus dürfte es mit Schadenersatz – zum Beispiel für zerstörte Zelte – aber schwer werden, erklärte Tryba. «Dafür müsste man ein Verschulden des Veranstalters nachweisen und zudem die Höhe des entstandenen Schadens genau belegen können.»

(dpa/L'essentiel)

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